Gerätehaus aufräumen: 8 Tipps für mehr Platz und Ordnung

Veröffentlicht am: 23.03.2020  /  Zuletzt aktualisiert am: 07.10.2026

Ein Gerätehaus räumen Sie am besten in dieser Reihenfolge auf: alles ausräumen, den leeren Raum putzen und prüfen, Geräte warten, aussortieren, inventarisieren, Ablagen planen und erst dann wieder einräumen. Mit Helfern ist das an einem sonnigen Tag zu schaffen. Und es lohnt sich: Jedes Mal, wenn Sie etwas hineinstellen oder herausholen, freuen Sie sich über die Ordnung und den Platz.

  • Tipp 1: Das ganze Team einspannen und Vorher-Fotos machen
  • Tipp 2: Alles ausräumen und gleich nach Gruppen sortieren
  • Tipp 3: Das leere Haus putzen, Schäden und Feuchte prüfen
  • Tipp 4: Geräte, Akkus und Motoren pflegen
  • Tipp 5: Ausmisten und Gefahrstoffe richtig entsorgen
  • Tipp 6: Eine Inventurliste mit Fotos anlegen
  • Tipp 7: Regale, Haken und Kisten nach Zonen planen
  • Tipp 8: Richtig einräumen und selten Genutztes nach hinten stellen
Doppel-Geräteschuppen aus Holz

Tipp 1 und 2: Team einspannen und alles ausräumen

Spannen Sie Kinder und alle Haushaltsmitglieder ein. Die Chancen stehen gut, dass jeder etwas im Gerätehaus verwahrt, und so können alle mitreden, was bleiben soll. Wählen Sie einen der ersten sonnigen Frühlingstage: Dann wird die Aktion ein gemeinsames Erlebnis an der frischen Luft, an das Sie auch nach Jahren noch gern zurückdenken. Machen Sie ein paar Fotos, auch Vorher-Nachher-Bilder vom Innenraum.

Dann gilt: Alles muss raus. Verteilen Sie die Sachen rund um das Gerätehaus, lassen Sie aber Wege frei, damit Sie nirgends auf etwas treten. Sortieren Sie schon beim Ausräumen nach Art: Gartenwerkzeuge, die Sie in der kommenden Saison brauchen, an eine Stelle, Lagergut an eine andere, Gartenspiel- und -sportgeräte an eine dritte. Planen Sie eine eigene Gruppe für Gefahrstoffe wie Benzinkanister, Pflanzenschutzmittel, Dünger und Farben. Reservieren Sie außerdem eine Fläche für Dinge, über die Sie noch nicht entschieden haben. Eine große Mülltonne neben dem Gerätehaus spart später Wege.

Platzt Ihr Gerätehaus aus allen Nähten?

Wenn alles auf dem Rasen liegt, sehen Sie schwarz auf weiß, wie wenig Raum Sie wirklich haben. Ein Geräteschuppen in der passenden Größe schafft Stauraum, ohne dass Sie ständig umräumen müssen.

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Tipp 3: Das leere Gerätehaus putzen und prüfen

Fegen oder saugen Sie das leere Haus gründlich aus. Sauberkeit gehört zur Ordnung, und Sie schauen dabei zwangsläufig sehr genau hin: auf Schäden, feuchte Stellen, starke Risse im Holz, abgerissene Haken, lose Aufhängungen und defekte Schranktüren. Reparieren Sie alles sofort, was zeitlich möglich ist. Den Rest notieren Sie sich für die nächsten Wochen, damit das Gerätehaus in der Gartensaison zuverlässig funktioniert.

Achten Sie besonders auf Feuchtigkeit. Kondenswasser und aufsteigende Bodenfeuchte fördern Schimmel und Holzfäule. Zwei Lüftungsöffnungen auf gegenüberliegenden Seiten, eine tief und eine hoch, transportieren die feuchte Luft besser ab als eine einzelne große. Prüfen Sie auch, ob unter dem Boden Luft zirkulieren kann, und stellen Sie Regale mit etwas Abstand zur Wand auf. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zur Instandhaltung und Pflege von Geräteschuppen und in der Anleitung, wie Sie Ihr Gartenhaus auf den Winter vorbereiten.

Tipp 4: Geräte, Akkus und Motoren pflegen

Entscheiden Sie nun, was mit den Sachen vor dem Haus passiert. Metallwerkzeuge bekommen einen Schliff mit Sandpapier und eine vorsorgliche Ölung gegen Rost. Holzgriffe behandeln Sie mit Holzöl. Elektrogeräte entstauben und ölen Sie und lassen sie einmal probelaufen. Geräte mit Verbrennungsmotor starten Sie zur Probe, damit Sie sich im Frühjahr nicht mit verölten Zündkerzen oder verstopften Luftfiltern ärgern, wenn die Gartenarbeit schnell gehen muss.

Bei Benzinmähern empfiehlt STIHL, vor jeder neuen Saison das Öl zu wechseln und den Luftfilter zu prüfen. Bei der Wintereinlagerung sind sich die Hersteller nicht einig: STIHL rät, den Tank zu leeren, Briggs & Stratton setzt auf Kraftstoffstabilisator im vollen Tank. Folgen Sie deshalb der Anleitung Ihres Mähers.

Akkus lagern Sie sauber, trocken und getrennt vom Gerät. STIHL empfiehlt einen Ladezustand von 40 bis 60 Prozent. Die zulässige Lagertemperatur hängt vom Akkutyp ab: Für STIHL-Akkus der Reihe AS liegt die Untergrenze bei −20 °C, bei AK, AP und AR bei −10 °C, bei AAI bei 0 °C. Ob Ihr unbeheiztes Gerätehaus im Winter ausreicht, zeigt also nur das Datenblatt Ihres Akkus.

Tipp 5: Ausmisten und Gefahrstoffe entsorgen

Brauchen Sie Sachen, die Sie seit über einem Jahr nicht angefasst haben, wirklich noch? Niemand hat etwas dagegen, das Gerätehaus als Lager für selten Genutztes zu verwenden. Aber manche Dinge sind besser dran, wenn sie wieder benutzt werden. Planen Sie einen Hofflohmarkt, etwa in Ihrer Garage, oder leisten Sie sich die geringe Standgebühr für einen Flohmarkt in Ihrer Nähe. Machen Sie die Sachen vorher noch einmal schön. Vielleicht finden Ihre alten Dinge neue Liebhaber, und nebenbei entstehen Kontakte.

Nicht alles gehört auf den Flohmarkt. Pflanzenschutzmittel dürfen laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nur in der Originalverpackung aufbewahrt werden, Umfüllen ist nicht zulässig. Alte Reste von Pflanzenschutzmitteln, Dünger und Farben gehören zum Schadstoffmobil oder auf den Wertstoffhof, nie in den Restmüll. Die Annahmeregeln unterscheiden sich je nach Kommune: Dresden nimmt zum Beispiel haushaltsübliche Mengen bis 25 Liter pro Haushalt und Halbjahr an.

Tipp 6: Eine Inventurliste anlegen

Je nachdem, wie viel im Gerätehaus lagert, lohnt sich eine Inventurliste. Sie haben die Kamera ohnehin zur Hand, also ergänzen Sie die Liste mit Fotos. So finden Sie Gegenstände schneller wieder, und die Ordnung bleibt erhalten. Notieren Sie das Datum: Bei später hinzukommenden Sachen können Sie so ihr Alter einschätzen. Bei Dünger, Farben und Pflanzenschutzmitteln hilft ein Vermerk zum Kaufjahr, Überlagertes rechtzeitig auszusortieren.

Tipp 7: Ablagen und Zonen planen

Nutzen Sie die Gelegenheit, im sauberen, leeren Haus neue Schränke, Kisten, Regale, Tische und Körbe unterzubringen. Alles, was den Raum aufteilt, hilft Ihnen, Bereiche festzulegen und ihnen Gruppen von Sachen zuzuordnen. Das gilt für Werkzeuge, Holzstücke und Düngesäcke ebenso wie für Kleinteile wie Schrauben, Nägel, Lüsterklemmen und Lampenfassungen. Flache Holzkisten mit Unterteilungen können Sie selbst bauen. Sie sind ein ideales neues Zuhause für Kleinteile.

Für Langstielgeräte lohnt sich eine Haken- oder Lochwand, die Bodenfläche freihält. Die Tragkraft hängt vom Produkt ab. Hagebau nennt für Hakensets maximal 10 kg, ein Lochwandhaken von Powerplustools trägt 1,2 kg. Rechnen Sie deshalb nach: Hängen acht Geräte mit je 2,5 kg an einer Schiene, brauchen Sie 20 kg Tragkraft und Schrauben, die im Holz sicher halten. In Gartenhäusern empfehlen sich Halter aus Metall, weil sie nicht korrodieren.

Tipp 8: Richtig einräumen und selten Genutztes nach hinten stellen

Räumen Sie Langzeitlagergut zuerst wieder ein und verstauen Sie es weit hinten. Schichten Sie nach der erwarteten Nutzungsfrequenz: weniger Benutztes nach hinten, Häufiges an den Eingang, damit Sie es beim Öffnen sofort greifen. Richten Sie eine Extraecke für Flohmarktsachen ein oder lagern Sie diese vorübergehend in der Garage, damit sie schnell im Auto sind.

Bei Gefahrstoffen gilt eine eigene Regel. Pflanzenschutzmittel schließen Sie ab und lagern sie getrennt von Lebensmitteln, Dünger und brennbaren Stoffen. Benzin gehört nur in Kanister mit UN- oder RKK-Zulassung. Der ADAC nennt bundesländerabhängige Limits wie 20 Liter Benzin in Garagen bis 100 m². Für Gartenhäuser fanden wir keine Angabe, fragen Sie daher bei Brandschutz oder Bauaufsicht nach. Typischer Fehler: Chemikalien in Flaschen umfüllen. Verwechslungen sind dann nur eine Frage der Zeit.

Wenn Aufräumen allein nicht mehr reicht

Nach dem Ausmisten sollten die Zonen mit einem freien Gang dazwischen Platz finden. Gelingt das nicht, ist das Gerätehaus schlicht zu klein, und Sie verschieben nur Probleme. Dann hilft mehr Stauraum, etwa ein zweiter Raum für Gartenmöbel oder Maschinen.

Mehr Ordnung durch getrennte Räume

Gartenmöbel, Werkzeug und Dünger auf einer Fläche bedeuten ständiges Umräumen. Mit zwei getrennten Räumen unter einem Dach bleibt jede Gruppe an ihrem Platz.

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Bei Bedarf passen wir viele Modelle an Ihren Platz an, mehr dazu finden Sie in unserer Auswahl an Gartenhäusern. Wie Sie den Schuppen im Frühling startklar machen, lesen Sie in unserem Beitrag Den Geräteschuppen klar für den Frühling machen.

Vergessen Sie nach der Aktion nicht das Nachher-Foto vom Innenraum. Dann erwartet Sie bei jedem Öffnen ein zufriedenes Gefühl. Bei Fragen zu unseren Gerätehäusern kontaktieren Sie uns oder rufen Sie Dean unter 06746 93 99 100 an.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Gerätehaus aufräumen?

Eine gründliche Aktion zum Saisonstart im Frühjahr genügt meist. Prüfen Sie im Herbst kurz Akkus, Benzinvorräte und Feuchtigkeit, bevor der Winter beginnt.

Darf ich Benzin im Gerätehaus lagern?

Nutzen Sie nur Kanister mit UN- oder RKK-Zulassung. Die bekannten 20 Liter gelten für Garagen bis 100 m² und je nach Bundesland. Für Gartenhäuser fragen Sie bei der zuständigen Behörde nach.

Wohin mit alten Pflanzenschutzmitteln und Dünger?

Geben Sie Reste in der Originalverpackung am Schadstoffmobil oder Wertstoffhof Ihrer Kommune ab. In den Restmüll gehören sie nicht.

Quellen

  1. Dry and safe: How to stop condensation in a Shed – Bertsch-Holzbau
  2. Shed Ventilation Tips to Prevent Condensation
  3. STIHL Sicherheitsinformation Akkus
  4. STIHL Akku AK 10, 20, 30
  5. STIHL Rasenmäher winterfest machen
  6. STIHL Rasenpflege im Frühjahr
  7. Briggs & Stratton Seasonal Storage
  8. BVL – Transport, Lagerung und Entsorgung von Pflanzenschutzmitteln
  9. Landeshauptstadt Dresden – Schadstoffe entsorgen
  10. Sachsen – Sachgerechte Lagerung von Pflanzenschutzmitteln
  11. ADAC – Reservekanister
  12. hagebau – Gartenhaus-Gerätehalter
  13. Powerplustools – Lochwandhaken

Kategorien:

Gartenschuppen