Wie man ein Gartenhaus als Ferienhaus einrichtet

Wie man ein Gartenhaus als Ferienhaus einrichtet

Die Grenze zwischen einem größeren, im ฺBlockbohlenbau errichteten Gartenhaus und einem Blockbohlenhaus ist fließend. Viele größere Gartenhäuser mit dickeren Wandstärken sind gut für die Einrichtung als Ferienbungalow oder Wochenendhäuschen geeignet. Ein Blockbohlenhaus ist einfach etwas größer und von Anfang an für eine Nutzung als Dauerwohnort oder eben auch als Wochenend- oder Ferienhaus konzipiert.

Wenn es darum geht, an Wochenenden oder während der Ferien einen Ort zu haben, wo man mal aus dem Haus heraus kommt, am Besten noch irgendwo in die Natur, dann ist die Größe es Feriendomizils oder der dort angebotene Luxus für viele nebensächlich. Ein Gartenhaus ist dann eine Option für „luxuriöses Camping“ und tatsächlich werden Gartenhäuser ja auch gerne in auf Campingplätzen oder auch in Kleingartenanlagen aufgebaut oder werden als „Rohbauten“ für Tiny Houses genommen, die dann auch leicht und klein genug sind, um auf einem Fahrgestell montiert zu werden und damit sogar Standortwechsel relativ komplikationslos bewältigen.

Aber auch größere Gartenhäuser aus Holz, die als fertige Bausätze erworben wurden, können in umgekehrter Reihenfolge des Aufbaus wieder abgebaut werden und dann in Einzelteilen umziehen.

Wenn Sie also ein solches Gartenhaus besitzen, vielleicht auf einem Campingplatz oder auf privatem Grund in schöner Natur, vielleicht am Meer, an einem See oder Fluss oder irgendwo im Wald, dann können Sie es für kostenlose Ferien nutzen, wann immer Sie etwas frische Luft und Natur tanken möchten. Ja sogar eine Vermietung ist möglich. Internetplattformen ermöglichen das, verwalten Termine und Zahlungen.

Wie autonom muss das Gartenhaus sein?

Im Prinzip braucht ein bewohnbares Gartenhaus schon die logistische Grundausstattung eines normalen Wohnhauses, wenn man sich länger als ein paar Stunden dort aufhalten möchte. Jedenfalls gilt das für Gartenhäuser, die irgendwo weit weg von allem stehen. Auf Campingplätzen  wird es ja sanitäre Einrichtungen geben, möglicherweise sogar ein Restaurant, weil sie ja darauf eingerichtet sind, dass man dort auch längere Zeit leben kann, wenn man nur ein Zelt und einen Schlafsack hat.

Wo es diese Einrichtungen nicht gibt, müssen sie dann eben im Gartenhaus installiert werden. Um Platz zu sparen wird man in den meisten Fällen, ähnlich wie etwa in Wohnmobilen lediglich eine Küchenelement an einer Wand in der Nähe des Esstisches einbauen. Ein Herd, vielleicht ein Gasherd mit einer oder zwei Kochstellen, eine Spüle benötigt einen Abfluss und das Abwasser muss dann, genau wie das Abwasser von Dusche, Waschbecken und Toilette irgendwie gereinigt werden. Dazu bieten sich Pflanzenkläranlagen an, wo das Wasser durch eine Reihe von kleinen Teichen mit Wasserpflanzen geleitet wird. Zur Bepflanzung eignet sich vorwiegend Schilf, aber auch Rohrkolben, Seggen, Binsen oder Sumpfschwertlilien. Das Wasser was am Ende herauskommt ist sehr sauber und kann wieder verwendet werden, nach einer weiteren Filterung etwa durch Sand und Aktivkohle sogar als Trinkwasser.

Eine Verwertung von Regenwasser etwa zum Waschen, Spülen und für die Toilettenspülung ist ebenfalls günstig.
Wer einen Garten anlegen möchte, kann auch eine Komposttoilette installieren, die nicht nur Wasser sparen wird, sondern sogar wertvollen Dünger für den Garten produzieren wird. Dadurch wird sowohl die Abwasserproblematik als auch der Wasserverbrauch gleichzeitig deutlich entlastet.

Energie und Warmwasser lassen sich natürlich auch gut durch die Installation von entsprechenden Solarmodulen gewinnen.

Kann man in einem Gartenhaus aus Holz Fliesen verwenden?

Spüle, Toilette, Dusche: Ein Gartenhaus aus Holz kann in diesen Bereichen, wie ein normales Wohnhaus auch durch Fliesen vor der Nässe geschützt werden. Ja, sogar Böden kann man fliesen oder auch mit Natursteinplatten belegen.

Wenn man es gerne etwas rustikaler hat und typische Wohnmobillösungen etwa mit Metall. Plastik oder Plexiglas nicht einbauen möchte, dann kann man auch Fliesen oder Steinplatten verwenden, wenn man es so macht, dass sie nicht direkt auf die Blockbohlen oder Bodendielen geklebt werden. Vielmehr sollte man für jede Wand eine wasserabweisende Pressholzplatte in der passenden Größe zuschneiden, auf den Boden stellen und dann flexibel an die Wand anschrauben. Man kann etwa Bohrlöcher von etwa zwei Zentimeter Durchmesser verwenden, durch deren Mitte die Befestigungsschrauben gehen. Der Halt kann dann durch große Unterlegscheiben gewährleistet werden. Wenn Sie nicht sehr fest anschrauben, dann kann das Holz hinter der Pressholzplatte arbeiten, etwa durch Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen, ohne dass die Fugen der Fliesen dadurch belastet werden. An den Außenseiten kann man diese Maßnahme auch in einem Aufwasch mit einer Isolierung zwischen den Wandbohlen und der Pressholzplatte ergänzen. Dann könnte man Wärmebrücken auch vermeiden, indem man die Schrauben ganz weg lässt und die Platte stattdessen nur seitlich durch Holzleisten an den Begrenzungswänden abstützt.

Für Böden eignen sich Rutschvliese, die unter eine solche Pressholzplatte, oder bei Böden besser Trockenestrichplatten, gelegt werden, und die damit den Bodendielen Freiheit für selbstständige Bewegungen geben. Auch hier kann man natürlich eine Isolierung gleich mit unterlegen.

Heizung und Isolierung

In den meisten Fällen werden Sie Ihr Wochenendhaus in der Natur nicht nur im Sommer genießen wollen, sondern auch im Winter. Was gibt es Schöneres, als nach einem Tag im Freien, vielleicht nach einer Wanderung oder nach einer Schneeballschlacht in ein schönes warmes Zuhause zurückzukehren?

Vielleicht prasselt schon bald ein Kaminfeuer im offenen Kamin, vielleicht kommen Sie auch noch an einen dieser alten holzbefeuerten Küchenöfen, die nicht nur eine willkommene warme Gemüsesuppe kochen, sondern ganz nebenbei das gesamte Gartenhaus schön warm machen.

Wenngleich Wandstärken für größere Gartenhäuser von 40 bis hin zu 92mm eine durchaus brauchbare Isolierung schon alleine durch die hervorragenden natürlichen Wärmedämmeigenschaften des Holzes bieten, kann man durch eine weitere Isolierung den Heizaufwand weiter senken. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man nicht auf Holz aus der umgebenden Natur als Brennmaterial zurückgreifen kann, sondern Gas oder sogar Strom verwendet.

Man unterscheidet Außen- und Innenisolierungen. Außenisolierungen sind eigentlich besser aber deutlich aufwendiger. Wir haben für Sie eine einfache Anleitung für eine Innenisolierung zusammengestellt.

Heizmöglichkeiten für Gartenhäuser sind wegen ihrer durchschnittlich geringeren Größe auch ein spezielles Thema.

Ein Gartenhaus als Ferienbungalow vermieten

Wenn Sie Ihr Gartenhaus einmal so eingerichtet haben, dass es Ihnen als Ihr Feriendomizil gefällt, dann bietet es sich an, es während der Zeiten, wo Sie es nicht bewohnen können, über geeignete Internetplattformen zu vermieten.

Allerdings sollte man den Aufwand und den zu erwartenden – vermutlich eher bescheidenen – Gewinn vorher sorgfältig gegeneinander abwägen. Nicht nur könnten sich Behörden für diese neue Nutzung interessieren, sondern Sie brauchen dann auch jemand vor Ort, der Gäste empfängt, nach Benutzung reinigt, Bettwäsche wechselt, Schäden repariert und so weiter, wenn Sie nicht nahe genug wohnen, dass Sie das alles selbst machen können.

Private Sachen, die Sie nicht zur Benutzung durch Mieter freigeben möchten, könnten Sie in einem abschließbaren Schrank verwahren.

Was Terminplanung, Werbung, Kundenkontakt und Abrechnung angeht, bieten die Internetplattformen in der Regel sehr komfortable Lösungen an.

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie  Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

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