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Das energieeffiziente Garten-Holzhaus

Das energieeffiziente Garten-Holzhaus

Wohnen ist in unseren Breiten, wo wir viele Monate des Jahres heizen müssen, einer der Faktoren mit dem höchsten Energieverbrauch. Der Mensch verbraucht Energie, das ist normal, aber natürlich wird dieser Energiebedarf durch das Wohnen umso niedriger, je wärmer und damit „wohnlicher“ die durchschnittlichen Außentemperaturen werden. In kälteren Klimata bestimmen letztlich die Wärmedämmungen, wie viel Energie eine Person im Durchschnitt verbraucht. Das Holzhaus nimmt beim Energieverbrauch durch die Heizung und durch eine möglicherweise nötige Kühlung im Sommer eine Sonderstellung ein, ob es als Wohnhaus, Ferienhaus, Wochenendhaus oder Gartenhaus genutzt wird, weil der Baustoff Holz selber schon eine hervorragende, gut verträgliche, kostengünstige, natürliche Wärmedämmung mitbringt. Das Holzhaus im Garten, also ein modernes Gartenhaus, wird heutzutage auch in vielen Fällen beheizt, selbst wenn es nicht als Hauptwohnsitz genutzt wird. Jeder, der ein Gartenholzhaus kauft und errichtet, wird über die Ganzjahresnutzung sein „Return on Investment“ verdoppeln können, gegenüber denen, die ihr Holzhaus mangels Heizung ausschließlich im Sommer nutzen können. Das gilt für alle Holzhäuser, in denen sich Menschen für längere Zeiten aufhalten, also etwa Arbeitszimmer, Werkstätten oder Hobbyräume. Auch der Gewerbe- oder Firmensitz, das Gästehaus, der Fitnessraum, die Wellnessoase, das Kinderspielhaus oder die Freizeit-Gartenlounge profitieren von einer Heizmöglichkeit und damit kommt in allen diesen Fällen die Frage nach der Energieeffizienz auf, die wir für das Holzhaus im Garten im Folgenden etwas näher untersuchen möchten. 

Was unterscheidet das Holzhaus vom Wohnhaus aus Stein?

Holz, insbesondere Nadelholz, gehört zu den Naturstoffen mit sehr guten Wärmedämmwerten. Sie spüren es schon, wenn Sie Holz anfassen: Es fühlt sich auch bei kaltem Wetter oft wärmer an, als wenn Sie Metall oder Stein anfassen. Das liegt an der Wärmeleitfähigkeit. Die Wärme wird bei dem gut wärmeleitenden Metall schnell aus der Hand abgezogen und das spüren Sie. Wenn Sie einen Wärmedämmstoff anfassen, fühlt er sich warm an, weil die Wärme in der Hand bleibt. 

Wenn Sie ein Holzhaus im Garten errichten, dann schlagen Sie also sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie errichten eine widerstandsfähige, stabile Struktur und isolieren den Innenraum gleichzeitig. Wenn Sie ein Haus mauern oder aus Beton gießen, dann bekommen Sie zwar auch Ihre stabile Struktur, aber die Wärmedämmung müssen Sie in einem zweiten Schritt hinzufügen.  

Vielleicht werden Sie schon wissen, dass es natürlich nicht nur zwei Fliegen sind, sondern durchaus mehr: So ist das Holzhaus im Garten schon von sich aus optisch ansprechend, während eine unverputzte Ziegel-, Kalksandstein- oder Bimssteinwand das nicht ist. Beim Holzhaus haben Sie also nicht nur die Wärmedämmung mit dem ersten Schritt bereits erledigt, sondern auch den Verputz oder die Tapezierung gespart.   

Das energieeffiziente Garten-Holzhaus

Das energieeffiziente Holzhaus: Wärmeleitfähigkeit und U-Wert

Wenn Sie sich einmal mit Gebäudedämmung, der Errichtung von energiesparenden Gebäuden oder der Energieeinsparverordnung EnEV beschäftigt haben, dann ist Ihnen vielleicht der U-Wert schon einmal begegnet. Während die früher in Deutschland gebräuchliche Abkürzung k-Wert leichter als Wert für den Wärmekoeffizienten verständlich war, kommt das U vom englischen „Unit of heat transfer“, übersetzt: „Einheit des Wärmetransports“. Das hat an der Bedeutung aber nichts geändert. Diese Einheit ist W/(m² x K). Das W steht für Watt, also die Energiemenge pro Sekunde und das K für Kelvin, also ein Temperaturmaß welches in der Wissenschaft verwendet wird und als Nullpunkt nicht den Gefrierpunkt von Wasser, wie die Celsiusskala, sondern den absoluten Nullpunkt – 273,15 °C heranzieht. Dabei ist ein Temperaturunterschied von einem Grad Celsius jedoch genau identisch mit einem Kelvin. Der U-Wert gibt also an, wie viel Energie pro Sekunde durch eine Wand mit einer bestimmten Fläche (in m²) bei einem bestimmten Temperaturunterschied zwischen den beiden Seiten hindurchgeht.

Hier ist eine Tabelle über die Wärmeleitfähigkeit von verschiedenen Stoffen: Je höher die Zahl, desto besser leitet der Stoff die Wärme, also desto schlechter ist er als Dämmmaterial geeignet.

Material Wärmeleitfähigkeit (W/(m x K))
Beton 2,1
Ziegelmauer 0,6 – 1,3
Kalksandstein 0,6 – 1,2
Porenbeton (Gasbeton)  z.B. 0,2
Fensterglas 0,75
Stahl 20-50
Aluminium 200
Wasser  0,56
massives Nadelholz ca. 0,12
massives Eichenholz ca. 0,2
Holzfaserplatten 0,04 – 0,05
Glaswolle 0,03 – 0,05
Polyurethan (PUR) 0,024 – 0,035
Luft 0,026

Wenn Sie mit einem besser wärmeleitenden Material einen ausreichenden U-Wert erreichen möchten, dann müssen Sie die Materialstärke dementsprechend erhöhen. Also beispielsweise 45cm Ziegelmauer statt 70mm Fichtenholzbohlen. 

Das energieeffiziente Garten-Holzhaus

Luft ist einer der besten Dämmstoffe

Leider ist Luft aber auch sehr beweglich, außer wenn sie durch Dämmstoffe eingeschlossen wird. Wir möchten die mit unserer teuren Heizenergie erwärmte Luft ja nicht einfach davonwehen lassen, wie es zum Beispiel geschieht, wenn wir im Winter die Fenster öffnen, sondern möchten sie an Ort und Stelle halten, damit sie dauerhaft die Wärmeleitung unterbricht. Tatsächlich haben die meisten hocheffektiven Dämmstoffe die Eigenschaft, dass sie viel Luft in sich einschließen. Als Beispiel: Polyurethanschaum (PUR), der Dämmstoff, mit dem wir unsere Containerhäuser isolieren, hat einen Dämmwert ähnlich dem von Luft selber. 

Was bedeutet das für das Holzhaus im Garten? Aus PUR oder aus Polystyrolschaumplatten lassen sich keine Gebäude errichten, weil ihnen die Stabilität dazu fehlt. Getrocknetes Holz ist ein natürlicher Rohstoff, der viel Luft in sich einschließt, weil es aus vielen Röhren besteht, die im lebenden Baum der Wasserleitung von den Wurzeln in die Blätter dienen. Diese kapillarfeinen Röhren sind im getrockneten Zustand mit Luft gefüllt und daher kommt diese einzigartige Kombination von großer Festigkeit mit hervorragender Wärmedämmung beim Holz. Fichtenholz stellt in der Hinsicht einen optimalen Kompromiss zwischen Festigkeit und Wärmedämmung dar. Wenn Sie sich den Wert für Eichenholz in der Tabelle der Wärmeleitwerte ansehen, dann ist er mit 0,2 schlechter als der des Fichtenholzes mit 0,12. Dabei ist Eichenholz auch viel schwerer und stabiler als Fichtenholz, was aber für den Bau von Holzhäusern gar nicht nötig ist.  

Welche Stärke sollte das Holzhaus im Garten haben?

Holzhäuser werden in verschiedenen Wandstärken angeboten, die auch eine maßgebliche Rolle beim Preis spielen. Während 40mm oder 44mm für die meisten Gartenhäuser eine ausreichende Wandstärke darstellen, haben 58mm, 70mm oder sogar mehr natürlich ihre Vorteile, die sich bei der Stabilität, der Langlebigkeit und besonders beim langfristigen Energieverbrauch durch Heizung oder Klimatisierung zeigen. 

Unser Tipp: Nutzen Sie die einmalige Kombination aus Festigkeit und Wärmedämmung beim Holz, um Ihr Holzhaus im Garten durch die Wahl einer größeren Wandstärke möglichst einfach zu konstruieren. Sie brauchen dann keine zusätzlichen Arbeiten für die Isolierung der Wände mehr, sondern haben gute Wärmedämmung und hervorragende Stabilität in einem. 

Dabei gilt auch: Je größer Ihr Holzhaus geplant ist, desto sinnvoller werden auch größere Wandstärken. Für Wochenend- oder Ferienhäuser zum Beispiel, die auch über längere Perioden beheizt werden sollen, empfehlen wir Wandstärken von 70 bis 90mm. 

Was kostet ein Holzhaus?

Für den Preis spielt vor allem der Weltmarktpreis für Holz die wichtigste Rolle. Deswegen ist sind die angepeilte Größe und die geplante Wandstärke hier entscheidende Faktoren. Für eine Übersicht schauen Sie sich einfach einmal ein paar Beispiele in unserem Holzhaus-online-Shop an! 

Was Sie dort finden, sind Preise für die Rohbauten. Dazu kommen geeignete Fundamente, die Anschlüsse und der Innenausbau. Als grobe Faustregel können Sie für das fertige Holzhaus etwa den doppelten Katalogpreis des Rohbaus, wie Sie ihn bei uns finden, rechnen. 

Natürlich sind bei allen Faktoren je nach angestrebter Qualität und Einrichtung immer auch weite Abweichungen von dieser Faustregel möglich; besonders nach oben sind kaum Grenzen gesetzt.

Wie kann man die Energieeffizienz beim Garten-Holzhaus verbessern?

Dazu eignen sich verschiedene Maßnahmen, die sich unter die folgenden Überschriften zusammenfassen lassen:

  • Standort
  • Isolierung
  • Strom sparen
  • Alternative Energien
  • Fenster

Beim Standort können Sie versuchen, einen Kompromiss zwischen schattig (gut im Sommer) und sonnig (gut im Winter) anzustreben. Die Vorderseite mit den Fenstern kann durch ein Vordach oder auch einen höheren Baum im Sommer beschattet werden, während die tiefstehende Wintersonne doch noch ihre wärmenden Strahlen ins Innere des Holzhauses schicken kann. An windigen Standorten können entsprechend dichte Hecken auch den kalten Winterwind abhalten und so das Holzhaus vor zusätzlicher Abkühlung bewahren. 

Isolierung

Wie oben bereits ausführlich besprochen, können Sie sich selbst bei längeren Heizperioden im Winter bei ausreichender Wandstärke eine zusätzliche Isolierung der Wände sparen. Anders bei Decken und Böden: Hier werden im Allgemeinen weniger starke Dielen eingesetzt und hier macht eine eventuelle zusätzliche Isolierung auch am meisten Sinn, weil die erwärmte Luft nach oben strömt und dort natürlich möglichst nicht so schnell an der Decke wieder abkühlen soll und weil der kalte Untergrund möglichst wenig Wärmestrahlung aus dem Inneren aufnehmen soll. Wir haben eine Anleitung verfasst, nach der Sie eine Isolierung Ihres Holzhauses vornehmen können. Falls Sie planen, ein Garten-Holzhaus neu zu kaufen, dann empfehlen wir, unsere optionalen Boden- und Deckendämmbausätze gleich mit zu bestellen. 

Strom sparen im Holzhaus im Garten

Obwohl Elektroheizungen gerade für temporär genutzte Lösungen sehr einfach und daher auch sehr beliebt sind, muss man wohl feststellen, dass sie von der Effektivität her nicht immer so gut sind. Es gibt gerade auch für kleinere Holzhäuser in letzter Zeit für den Tiny House Bereich entwickelte Heizlösungen, etwa Brennwertthermen mit Gas, die sich langfristig günstig auf Ihren Energieverbrauch auswirken könnten. Auch Brennöfen, oder sogar Kaminöfen, die vielleicht mit Holz oder Holzpellets befeuert werden, sind natürlich wärmetechnisch effektiv und auch hier sollte die Planung größenangepasst erfolgen. Vor einer Anschaffung errechnen Sie am besten, wie viele Kubikmeter genau Sie beheizen möchten. Dann gibt es auch Lösungen, die gleich Warmwasser dazu liefern. Natürlich muss so ein Einbau von einem Fachmann mitgeplant und abgenommen werden, sonst besteht Lebensgefahr, nicht nur durch die Brandgefahr, sondern vor allem durch den Sauerstoffverbrauch beim Verbrennen des Brennmaterials. Das gilt natürlich auch für Gasöfen. 

Bei der Beleuchtung empfiehlt sich heute, die Leuchtkörper nach und nach gegen LED-Lampen auszutauschen, die dieselbe Leuchtkraft mit viel weniger Strom liefern können.  

Alternative Energien und Fenster im Holzhaus

Solarzellen können sowohl Strom, als auch Warmwasser erzeugen. Wärmetauscher können im Winter für Wärme im Sommer für Kühlung sorgen und natürlich gehört auch die oben schon erwähnte Heizung mit Holz zu den umweltfreundlichen Alternativen, da Holz ja ein klimaneutraler, nachwachsender Rohstoff ist. Andere alternative Möglichkeiten, wie etwa Sonnenlicht erntende Dachziegel, Fenster oder Lacke sind in späten Entwicklungsstadien oder sogar schon erhältlich. Im Prinzip können Sie in Ihrem Holzhaus im Garten alle lokal möglichen und sinnvollen alternativen Energien nutzen. 

Bei den Fenstern bringt ein Austausch von alten Einfachglasfenstern gegen Thermofenster natürlich eine Menge Energieersparnis. Planen Sie eine Neuanschaffung, dann finden Sie bei allen unseren Modellen standardmäßig Thermofenster mit doppeltem Sicherheitsglas. Das gilt natürlich auch für Fensterflächen in Türen.

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