Sauna selber bauen: der komplette Ratgeber für dein Zuhause-Wellness

28.07.2026

Zwei Männer, die eine Holzsauna aufbauen

Der Feierabend ist vorbei, draußen wird es kalt – und du sitzt in deiner eigenen Sauna, spürst die Wärme in den Schultern und lässt den Tag hinter dir. Keine Anfahrt, keine Öffnungszeiten, kein Warten auf einen freien Platz im Spa. Nur du, dein Handtuch und ein Ofen, der genau dann läuft, wenn du willst.

Klingt gut? Dann lohnt es sich, das Projekt „Sauna selber bauen“ konkret anzugehen. In diesem Ratgeber bekommst du alles, was du brauchst: von der Standortwahl über Material und Belüftung bis zur Schritt-für-Schritt-Anleitung, echten Kostenbeispielen und den Fehlern, die andere Selbstbauer schon gemacht haben – damit du sie nicht wiederholen musst.

Auf einen Blick
Kostenca. 2.000–15.000 € für Bausatz, Ofen & Anschluss (je nach Größe & Qualität) – Komplettservice vom Fachbetrieb ab ca. 10.000 €
Dauer1–2 Tage für eine Innensauna aus dem Bausatz, 3–5 Tage inkl. Fundament für eine Gartensauna
SchwierigkeitsgradMittel – handwerkliches Grundverständnis und idealerweise eine zweite Person werden empfohlen
Genehmigung nötig?Bei vielen Gartensaunen ja – abhängig von Bundesland, Größe und Grundstück. Vorab beim Bauamt klären.
ElektroanschlussAb ca. 4 kW nur durch eine Elektrofachkraft (Starkstrom)

Sauna oder Infrarotkabine? Der Kurzvergleich

Bevor du loslegst, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Alternative: die Infrarotkabine. Beide erzeugen Wärme – aber auf komplett unterschiedliche Weise, mit unterschiedlicher Wirkung und unterschiedlichen Betriebskosten.

MerkmalSaunaInfrarotkabine
FunktionsweiseSaunaofen erhitzt die RaumluftInfrarotstrahler erwärmen direkt die Haut
Temperatur70–100 °C, geringe Luftfeuchtigkeit40–60 °C, normales Raumklima
WirkungKreislauftraining durch Wechsel aus Hitze und Abkühlung, reinigt die PorenTiefenwärme löst Verspannungen, schont dabei Herz und Kreislauf
Vorheizzeit20–40 Minuten je nach OfenleistungWenige Minuten
Aufenthaltsdauer3 Saunagänge à 8–15 MinutenBis zu 30–45 Minuten am Stück
StromanschlussAb ca. 4 kW Starkstrom, kleinere Plug-&-Play-Modelle mit 230 VHaushaltsübliche 230-V-Steckdose
Stromkosten je Nutzungca. 2–3,50 € (6–9 kWh, 0,32 €/kWh)ca. 0,50–0,80 € (1,5–2,5 kWh)
PlatzbedarfAb ca. 1,8 m²Ab ca. 1 m²

Fazit: Willst du das klassische, intensive Schwitzerlebnis samt Aufguss, führt kein Weg an der klassischen Sauna vorbei. Geht es dir eher um punktuelle Entspannung bei geringerem Platz- und Stromaufwand, ist die Infrarotkabine die genügsamere Alternative.

Sauna selber bauen – lohnt sich das?

ein Mann, der mit einer Bohrmaschine eine Sauna aufbaut

Kurz gesagt: ja, wenn du zwei Dinge mitbringst – etwas handwerkliches Geschick und Geduld für die Vorbereitung. Dabei hast du grundsätzlich zwei Wege:

  • Sauna-Bausatz: Wände, Decke und meist auch Ofen und Steuergerät kommen vorgefertigt und isoliert. Du montierst nach Anleitung – deutlich schneller und mit geringerem Fehlerrisiko als der komplette Eigenbau.
  • Sauna komplett selbst bauen: Du bestimmst Maße, Material und Aufbau von Grund auf selbst. Aufwendiger, dafür passt am Ende jeder Zentimeter zu deinem Raum.

Bedenke dabei: Viele Hersteller passen ihre Modelle bereits werkseitig an individuelle Maße und Wünsche an. Anbieter wie Hansagarten24 bieten so eine ähnlich individuelle Lösung wie der komplette Eigenbau – nur praktischer, mit geprüfter Qualität und meist kostengünstiger als ein Bau komplett von Grund auf.

Für die meisten Heimwerker:innen ist ohnehin der Bausatz die bessere Wahl – er reduziert Planungsfehler und spart Zeit, ohne dass du auf das Gefühl „selbst gebaut“ verzichten musst.

Der größte Stolperstein beim Sauna-Selbstbau ist dabei selten das handwerkliche Können – sondern die schiere Menge an Entscheidungen: Holzart, Größe, Ofenleistung, Anbieter. Wer sich diesen Teil erleichtern will, ist mit einem erfahrenen Spezialisten meist besser beraten als mit dem Alleingang.

Brauchst du Hilfe bei der Wahl der richtigen Sauna? Vertrau auf die Spezialisten.

Hansagarten24 entwickelt und fertigt Saunen nach den hohen Ansprüchen der nordischen Saunakultur. Hergestellt in der eigenen Fertigung in Estland – in unmittelbarer Nähe zur finnischen Saunatradition – wird jede Sauna von Fachleuten entwickelt: für authentische Hitze, langanhaltenden Komfort und lückenlos kontrollierte Qualität von Anfang bis Ende.

Mit Hansagarten24 entscheidest du dich für echtes, erprobtes Know-how – weit über ein gewöhnliches Fertigprodukt hinaus.

Nordische Fertigung · Geprüfte Qualität · 20+ Jahre Erfahrung

Vorüberlegungen: Standort, Größe, innen oder im Garten

Bevor der erste Handgriff passiert, sollten folgende Fragen geklärt sein – am besten gehst du sie wie eine Checkliste durch:

  • Sind Wasser- und Starkstromanschluss vorhanden oder lassen sie sich mit vertretbarem Aufwand verlegen?
  • Ist der Boden wasserfest (z. B. Feinsteinzeugfliesen) oder muss er das noch werden? Feuerfest muss nur der Bereich direkt um den Ofen sein – und das auch nur bei einem Holzofen, nicht bei den üblichen Elektroöfen.
  • Lässt sich der Raum gut be- und entlüften?
  • Kann die Sauna an einer Außenwand stehen? Das erleichtert die Entlüftung.
  • Ist kaltes Wasser zur Abkühlung in der Nähe – Dusche, Tauchbottich oder zumindest ein Wasseranschluss?
  • Ist der Ort ruhig genug, um wirklich abzuschalten?
  • Ist Platz für einen kleinen Ruhebereich neben der Sauna?
  • Gibt es einen direkten Zugang nach draußen oder zumindest in einen kühleren Raum?

Wenn du im Haus keinen separaten Ruheraum einrichten kannst oder willst, lohnt sich ein Blick auf eine gartensauna mit vorraum – hier ist die kleine Ruhezone direkt in die Sauna integriert.

Kannst du die meisten Punkte mit Ja beantworten, hast du einen guten Standort gefunden – egal ob Keller, Dachgeschoss, Bad, Garage oder Garten.

Zur Größe: Plane pro Person etwa 1 bis 1,5 m² ein, die Deckenhöhe sollte 190 cm nicht unterschreiten. Für eine Familiensauna mit vier Plätzen bedeutet das eine Grundfläche von mindestens 2 x 2 Metern. Halte außerdem ringsum mindestens 10 cm Abstand zu Wand und Decke ein – sonst staut sich Feuchtigkeit, und das begünstigt Schimmel.

Innen oder im Garten? Eine Innensauna profitiert von der ohnehin gedämmten Gebäudehülle und heizt effizienter. Eine Gartensauna – etwa als eigenes Saunahaus oder als Fasssauna – braucht dafür keinen Platz im Haus und lässt sich meist unkomplizierter mit einer Abkühlung im Freien kombinieren. Dafür brauchst du ein eigenes Fundament (mehr dazu bei Material und Dämmung weiter unten).

Baugenehmigung für die Gartensauna: was du vorher klären solltest

Dieser Punkt geht in vielen Ratgebern unter – und ist trotzdem wichtig, vor allem bei einer Sauna im Garten. Ob du eine Baugenehmigung brauchst, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Bundesland und Gemeinde: Die Bauordnungen unterscheiden sich, teils gelten unterschiedliche Freigrenzen für genehmigungsfreie Nebengebäude.
  • Größe und Bauweise: Kleinere, nicht dauerhaft fundamentierte Saunahäuser fallen häufiger unter eine Ausnahme als große, fest verankerte Bauten.
  • Abstand zum Nachbargrundstück: Fast überall gilt ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze – wie groß er sein muss, erfährst du bei deinem zuständigen Bauamt.
  • Bebauungsplan: In manchen Gebieten regelt der lokale Bebauungsplan zusätzlich, was und wie gebaut werden darf.

Unser Rat: Ruf vor dem Materialkauf kurz beim Bauamt deiner Gemeinde an oder frag online nach den Regeln für Nebengebäude. Das dauert meist nur wenige Minuten, erspart dir aber im Zweifel einen teuren Rückbau. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung – im Zweifel hilft die Landesbauordnung oder ein kurzes Gespräch mit dem Bauamt weiter.

Das richtige Material: Holzarten im Vergleich

HolzartEigenschaftenTypischer Einsatz
Nordische FichteHarzarm, hell, gut verfügbar, klassischer Sauna-LookWände, Decke
Thermoholz (wärmebehandelte Kiefer)Formstabil, warme natürliche Färbung, benötigt keine zusätzliche Lackierung oder BehandlungAußen- & Innenverkleidung moderner Saunahäuser
AbachiSpeichert kaum Hitze, angenehm auf der HautSitzbänke, Rückenlehnen

Bei Hansagarten24 kommen bevorzugt nordische Fichte und Thermoholz zum Einsatz. Thermoholz ist wärmebehandelte Kiefer: Durch die Hitzebehandlung wird das Holz besonders formstabil und bekommt seine typische, warme Färbung – ganz ohne Lackierung oder weitere Behandlung. Das spart dir langfristig Zeit und Pflegeaufwand. Saunen in dieser Optik findest du zum Beispiel in der Fjord-Serie.

Unabhängig von der Holzart gilt: harzfreies, splitterfreies und möglichst verzugsfreies Holz ist Pflicht. Vermeide saugende oder geleimte Materialien wie Porenbeton, Gipskarton oder Tränkholz – sie halten der Feuchtigkeit und den Temperaturen nicht dauerhaft stand.

Dämmung & Feuchtigkeitsschutz

Ob deine Sauna zusätzliche Dämmung braucht, hängt vom Bauprinzip ab. Klassische Saunahäuser aus dicken Massivholz-Blockbohlen – wie sie für den Garten üblich sind – speichern die Wärme schon über die Wandstärke selbst gut genug. Eine zusätzliche Dämmschicht ist hier in der Regel nicht nötig.

Bei dünnwandigeren Element- oder Sandwich-Bauweisen sieht das anders aus: Hier lohnt sich zusätzliche Dämmung, damit die Temperatur beim Saunieren nicht abfällt und die Aufheizzeit kurz bleibt. Als Dämmmaterial eignen sich:

  • Mineralwolle: feuerfest, wasserabweisend, langlebig – die gängigste Wahl.
  • Kork: atmungsaktiv, dämmt zusätzlich Schall, verrottet nicht.
  • Hanf: nachwachsend, feuchtigkeitsregulierend, braucht ggf. zusätzlichen Insektenschutz.

Unabhängig von der Bauweise gehört – wo eine Dämmschicht vorhanden ist – zwischen Dämmung und Innenverkleidung eine Dampfsperre (Aluminium- oder Kunststofffolie), die verhindert, dass feuchte Saunaluft eindringt. Bei der Decke ist das besonders wichtig: Lass hier keine Fuge offen, sonst bildet sich Schwitzwasser genau dort, wo du es am wenigsten kontrollieren kannst.

Belüftung richtig planen

Die Zuluftöffnung liegt in der Regel hinter oder unter dem Ofen, nah am Boden – hier strömt frische, kühle Luft nach. Die Abluftöffnung sitzt ihr gegenüber, ungefähr auf Höhe der oberen Sitzbank, und führt die verbrauchte, feuchte Luft nach draußen ab.

Wie groß die Öffnungen sein müssen, hängt von Raumvolumen und Ofenleistung ab – hersteller- und modellabhängig. Verlass dich hier auf die Angaben in der Anleitung deines Saunaofens bzw. Bausatzes und miss im Zweifel lieber großzügiger als zu knapp: Eine unterdimensionierte Belüftung ist einer der häufigsten Gründe für Schimmelbildung in selbstgebauten Saunen (mehr dazu weiter unten).

Gute Bausätze nehmen dir hier schon einiges ab: Die Gartensaunen von Hansagarten24 sind bereits mit vorgefertigten Lüftungsöffnungen ausgestattet, sodass du dir um die richtige Platzierung keine Gedanken mehr machen musst.

Saunaofen wählen – und den Stromverbrauch realistisch einschätzen

Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen Elektro- und Holzofen. Für den Innenausbau und die meisten Gartensaunen ist der Elektroofen die praktischere Lösung – kein Schornstein, keine Holzvorräte, einfachere Temperaturregelung.

Bei Elektroöfen unterscheidest du zwei Klassen:

  • Plug-&-Play-Öfen bis ca. 3,6 kW: laufen an einer normalen 230-V-Steckdose, kein Elektriker nötig – ideal für kleinere Saunen.
  • Öfen ab ca. 4–12 kW: brauchen einen Starkstromanschluss (400 V) und müssen von einer Elektrofachkraft installiert werden. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht – aus Sicherheitsgründen, und weil sonst Versicherungsschutz und Gewährleistung entfallen können.

Ein Saunaofen kostet je nach Leistung und Ausstattung meist zwischen 250 und 900 €, dazu kommen bei Starkstromöfen die Kosten für den fachgerechten Anschluss.

Was kostet eine Sauna im Betrieb? Hier eine Beispielrechnung zur Orientierung (bei einem Strompreis von ca. 0,32 €/kWh – prüfe deinen aktuellen Tarif, da die Preise schwanken):

Ofenleistung40 Min60 Min80 Min100 Min
3,6 kW2,4 kWh / 0,77 €3,6 kWh / 1,15 €4,8 kWh / 1,54 €6 kWh / 1,92 €
6 kW4 kWh / 1,28 €6 kWh / 1,92 €8 kWh / 2,56 €10 kWh / 3,20 €
9 kW6 kWh / 1,92 €9 kWh / 2,88 €12 kWh / 3,84 €15 kWh / 4,80 €

Beispiel: Nutzt du eine Sauna mit 6-kW-Ofen einmal pro Woche für insgesamt 80 Minuten (inkl. Aufheizen und mehreren Saunagängen), kommst du auf rund 2,56 € pro Sitzung – hochgerechnet auf einen Monat mit vier Nutzungen sind das etwa 10 € Stromkosten.

Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte. Die tatsächliche Aufheizzeit und der Verbrauch hängen von Dämmung, Außentemperatur und Ofenmodell ab.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So baust du deine Sauna auf

Ob Bausatz oder Eigenbau – der grundsätzliche Ablauf ist ähnlich. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:

1. Fundament & Untergrund vorbereiten

Innen: wasserfester, ebener Boden (idealerweise Feinsteinzeugfliesen, ggf. vorher Estrich ausgleichen). Außen: je nach Bodenbeschaffenheit ein Platten-, Streifen- oder Schraubfundament setzen, damit sich nichts absenkt.

2. Grundrahmen ausrichten

Fundamentrahmen auflegen, verschrauben und mit der Wasserwaage exakt ausrichten – hier entscheidet sich, ob später alles passt.

3. Wandelemente auf bvb auen

Elemente nacheinander verschrauben, mit rostfreien Schrauben und – falls vorhanden – Dichtungsstreifen zwischen den Verbindungen. Die Türöffnung kommt zum Schluss.

4. Dämmen und Dampfsperre anbringen (nur bei Element- oder Sandwichbauweise)

Baust du eine dickwandige Blockbohlen-Sauna, entfällt dieser Schritt meist – die Massivholzwände speichern die Wärme bereits ausreichend. Bei einer Elementsauna dagegen: Dämmmaterial lückenlos in die Hohlräume einbringen, anschließend die Dampfsperre vollflächig und ohne Fugen anbringen – vor allem an der Decke.

5. Decke montieren

Deckenelemente vormontieren und mit stabilen Winkeln befestigen, dabei die Lüftungsaussparungen frei lassen.

6. Elektrik und Ofen anschließen lassen

Ab hier übernimmt die Elektrofachkraft: Ofen, Steuergerät und – falls nötig – der Starkstromanschluss werden fachgerecht installiert.

7. Bänke und Innenausstattung einbauen

Banklatten auf Halteleisten montieren: erste Bank in ca. 50–55 cm Höhe, zweite Bank im gleichen Abstand darüber. Danach Bodenrost, Kopfstützen, Thermo-/Hygrometer (Montagehöhe ca. 150 cm, nicht über oder gegenüber dem Ofen) und Sanduhr ergänzen.

8. Tür einsetzen und Erstinbetriebnahme

Die fertige Saunatür einsetzen – sie öffnet immer nach außen und lässt sich nicht abschließen. Zum Schluss den Ofen einmal ohne Aufguss durchheizen, um Produktionsrückstände zu verbrennen, bevor der erste echte Saunagang startet.

Was kostet eine Sauna zum Selberbauen?

VarianteUngefährer PreisWas enthalten ist
DIY mit Bausatzca. 1.500–15.000 € (je nach Größe & Qualität) + Elektroanschluss (ca. 100–800 €)Bausatz-Elemente, Tür, meist Ofen & Steuergerät; Aufbau und Fundament in Eigenleistung. Große Gartensaunen mit Sitzbereich liegen im oberen Bereich der Spanne.
Bausatz + Montageserviceca. 4.000–16.000 €Wie oben, plus professionelle Montage vor Ort
Komplettlösung vom Fachbetriebab ca. 10.000 €Planung, Material, Aufbau, Elektrik und oft auch Genehmigungsunterstützung aus einer Hand

Zusätzlich einplanen solltest du: Fundamentarbeiten bei der Gartensauna, ggf. Gebühren für die Baugenehmigung und – falls noch nicht vorhanden – die Verlegung eines Starkstromanschlusses vom Haus zur Sauna. Die Preise variieren je nach Region, Größe und aktuellen Material- und Energiekosten – hol dir für dein konkretes Projekt am besten 2–3 Vergleichsangebote ein.

Bevor du kalkulierst: In manchen Fällen gibt es für Gartenhäuser und Saunen auch staatliche Förderungen oder Zuschüsse, die deine Kosten senken können – ob und welche für dich infrage kommen, erfährst du in unserem Beitrag Gartenhäuser und Saunen: Gibt es Förderungen vom Staat?

Achte beim Preisvergleich nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf die Qualität. Ein besonders günstiger Bausatz für rund 1.500 € kann verlockend wirken – hält aber oft nur 2 bis 3 Jahre. Rückbau und Neuanschaffung sind am Ende teurer und aufwändiger, als von Anfang an in eine hochwertige Lösung zu investieren. Informiere dich deshalb vorab über Material, Verarbeitung und Erfahrung des Anbieters. Bei einem etablierten Anbieter wie Hansagarten24 findest du hochwertige Garten-Sauna-Modelle in vielen Größen und für unterschiedliche Budgets.

Diese Übersicht deckt die wichtigsten Eckpunkte ab – willst du es genauer wissen, etwa was eine Sauna dauerhaft im Unterhalt kostet oder wie sich Bausatz, Fachbetrieb und Eigenbau im direkten Vergleich schlagen, lohnt sich ein Blick in unseren Ratgeber Was kostet eine Sauna? Anschaffung, Unterhalt und DIY im Vergleich.

Zubehör & Pflege

Zur Grundausstattung gehören: Saunasteine, Sanduhr, Thermo-/Hygrometer, Kopfstützen und ein Bodenrost. Für die Extra-Portion Wohlfühlfaktor: Saunalampen, dimmbare Beleuchtung, Aufgusskonzentrat und -salz sowie Kübel und Kelle für den Aufguss.

Damit deine Sauna lange schön bleibt:

  • Nach jedem Saunagang gründlich lüften, bis die Kabine trocken ist.
  • Haare und Staub vor dem nächsten Saunagang entfernen.
  • Nach dem Abkühlen mit einem feuchten Tuch auswischen.
  • Regelmäßig nach Herstellerangabe desinfizieren.
  • Alle 2 bis 4 Jahre die Saunasteine austauschen.
  • Tür immer offen lassen, wenn die Sauna nicht in Betrieb ist – so staut sich keine feuchte Luft.
  • Schrauben und Türscharniere gelegentlich nachziehen bzw. schmieren.

Häufige Fehler beim Saunabau

  • Unterdimensionierte Belüftung: die häufigste Ursache für Schimmel in selbstgebauten Saunen. Lieber die Herstellerangaben zur Zu-/Abluft großzügig auslegen als knapp kalkulieren.
  • Falsch dimensionierter Ofen: zu schwach, und die Sauna erreicht nie die gewünschte Temperatur; zu stark, und du zahlst unnötig drauf und riskierst bei Plug-&-Play-Modellen eine überlastete Steckdose.
  • Fehlende oder lückenhafte Dampfsperre: führt zu Feuchtigkeitsschäden in der Dämmung – meist erst nach Monaten sichtbar, dann aber teuer in der Reparatur.
  • Ungeeignetes Holz: harzhaltige oder geleimte Hölzer können bei Hitze unangenehm riechen, kleben oder sich verziehen.
  • Elektrik in Eigenregie: der Anschluss von Ofen und Steuergerät gehört immer in die Hände einer Elektrofachkraft – auch wenn handwerklich vieles selbst machbar wäre.
  • Genehmigung vergessen: gerade bei der Gartensauna ein teurer Fehler, wenn im Nachhinein zurückgebaut werden muss.

Dein Wellnessbereich: Ruheraum, Abkühlung & Zubehör

Die Sauna allein ist erst die halbe Miete – richtig wirksam wird der Saunagang durch den Wechsel aus Hitze und Abkühlung sowie durch ausreichend Ruhephasen.

Für die Abkühlung: eine bodengleiche Dusche, ein Tauchbottich oder – wenn der Platz reicht – ein Außenwhirlpool.

Für den Ruhebereich: Wähle beruhigende Wandfarben wie Blau, Grün oder sanftes Gelb, stell eine bequeme Liege mit Decke und Kissen bereit, ergänze einen kleinen Tisch für Getränke und ein Buch, ein paar Zimmerpflanzen für das Raumklima und dimmbares Licht für die passende Stimmung.

So wird aus der Sauna ein echter kleiner Wellnessbereich – mit deinen eigenen Regeln, wann und wie lange du dort bleibst.

Häufig gestellte Fragen

Braucht eine Sauna eine Lüftung?

Ja, unbedingt. Ohne Zu- und Abluft kann sich Kondenswasser stauen, was auf Dauer zu Schimmel führt und die Lebensdauer von Holz und Elektrik verkürzt.

Welches Holz eignet sich für die Sauna innen?

Am besten harzarme, splitterfreie Sorten wie nordische Fichte oder Thermoholz (wärmebehandelte Kiefer) – für die Bänke eignet sich zusätzlich Abachi. Sie halten Hitze und Feuchtigkeit gut stand und sind angenehm auf der Haut.

Wie viel Strom braucht eine Sauna?

Je nach Ofenleistung und Nutzungsdauer meist zwischen 4 und 15 kWh pro Saunagang. Bei einem Strompreis von rund 0,32 €/kWh entspricht das ungefähr 1,50 bis 5 € pro Sitzung.

Wie lange braucht eine Sauna zum Aufheizen?

Je nach Ofenleistung und Dämmung meist 20 bis 40 Minuten, bis 80–100 °C erreicht sind.

Was kostet eine Sauna zum Selberbauen?

Für einen kleinen Bausatz plus Ofen und Elektroanschluss liegst du meist zwischen 2.000 und 8.000 €. Große Gartensaunen mit zusätzlichem Sitzbereich können bis zu 15.000 € kosten. Eine Komplettlösung vom Fachbetrieb kostet in der Regel ab 10.000 €.

Braucht man für eine Gartensauna eine Baugenehmigung?

Häufig ja, abhängig von Bundesland, Größe und Grundstück. Kläre das am besten vorab mit deinem örtlichen Bauamt.

Elementsauna oder Blockbohlensauna – was ist besser?

Die Elementsauna ist leichter und lässt sich einfacher selbst aufbauen, braucht aber meist eine zusätzliche Dämmschicht. Die Blockbohlensauna hat massivere Wände aus dickem Massivholz, die von Natur aus gut Wärme speichern – zusätzliche Dämmung ist hier meist nicht nötig. Klassische Saunahäuser für den Garten setzen häufig auf dieses Prinzip.

Kann ich den Saunaofen selbst anschließen?

Bei Plug-&-Play-Öfen mit 230 V und bis ca. 3,6 kW ja. Alles ab Starkstromanschluss (400 V) muss aus Sicherheitsgründen eine Elektrofachkraft übernehmen.