Welches Holz für Sauna: Der große Saunaholz-Vergleich

29.07.2026

Innenansicht einer Holzsauna mit Bänken und Saunaofen

Du planst den Bau oder Kauf einer eigenen Sauna und fragst dich, welches Holz für die Sauna wirklich geeignet ist? Eine gute Entscheidung an dieser Stelle zahlt sich aus: Sie bestimmt, wie lange deine Sauna hält, wie sie aussieht und wie angenehm sich jeder Saunagang anfühlt.

In diesem Ratgeber bekommst du den kompletten Überblick über Saunaholz – von Klassikern wie Nordischer Fichte und Zeder bis zu modernem Thermoholz, dazu die Unterschiede nach Saunentyp, Pflegetipps und die häufigsten Fragen rund ums Thema.

Bei Hansagarten24 findest du außerdem eine große Auswahl an Gartensaunen und Saunahaus-Bausätzen aus genau den Holzarten, die sich in der Praxis am besten bewährt haben.

Warum besteht eine Sauna aus Holz?

Holz speichert Wärme, ohne heiß zu werden, reguliert die Luftfeuchtigkeit, wirkt gemütlich und ist zugleich gesund und nachhaltig – deshalb ist es das ideale Baumaterial für eine Sauna.

Schwitzbäder gibt es in vielen Kulturen – von den Sweat Lodges der amerikanischen Ureinwohner bis zum türkischen Hamam. In den nordischen Ländern hat sich dabei aus gutem Grund ausgerechnet Holz als klassisches Baumaterial durchgesetzt: Es war in der Region reichlich vorhanden, ließ sich gut verarbeiten – und bringt bis heute genau die Eigenschaften mit, die eine gute Sauna braucht:

  • Holz speichert Wärme, fühlt sich dabei aber nicht so schnell heiß an. Mit steigender Temperatur wird zwar auch Holz wärmer, das aber spürbar langsamer und schwächer als etwa bei Materialien wie Stein. Du kannst deshalb unbekleidet auf der Holzbank sitzen – ein Handtuch oder Saunatuch darunter empfiehlt sich trotzdem, aus Hygiene- und Komfortgründen.
  • Holz reguliert die Luftfeuchtigkeit: Es nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt sie wieder ab, sobald die Luft trockener wird.
  • Holz wirkt gemütlich, ohne langweilig zu sein – jedes Stück hat eine eigene Maserung und Struktur, die den Blick immer wieder woanders hinlenkt. Diese natürlichen Muster sind genau das, womit sich Menschen instinktiv wohlfühlen: Anders als glatte, künstliche Oberflächen wirkt eine gewachsene Maserung beruhigend und trägt spürbar zur Entspannung bei.
  • Holz fühlt sich angenehm an. Anders als kalte oder glatte Materialien drängt es sich nicht auf – unter der Haut und unter den Füßen fühlt es sich einfach natürlich an, fast so, als würde man es gar nicht bewusst wahrnehmen. Genau das macht die Berührung mit Holz so beruhigend: Es lenkt nicht ab, sondern lässt dich einfach ankommen.
  • Holz ist ein gesunder Baustoff. Es gibt keine schädlichen Substanzen ab, staubt nicht wie manche Dämmstoffe und bietet Hausstaubmilben kaum Angriffsfläche – ein Vorteil, von dem gerade Allergiker:innen profitieren. Viele Nadelhölzer enthalten zudem natürliche ätherische Öle, die die Luft in der Kabine angenehm machen, ohne sie künstlich zu belasten.

Nachhaltigkeit: worauf du achten solltest

Nordische und heimische Hölzer wie Fichte, Kiefer oder Tanne sind in der Regel unbedenklich nachhaltig – bei exotischen Importhölzern lohnt sich dagegen ein genauerer Blick auf Herkunft und Zertifizierung.

Holz ist von Natur aus nachhaltig, denn Bäume wachsen immer wieder nach. Bei heimischen und nordischen Holzarten wie Fichte, Kiefer oder Tanne ist verantwortungsvolle Forstwirtschaft mittlerweile die Regel – nachhaltige Beschaffung ist hier in der Praxis selten ein Problem. Anders sieht es bei exotischen Hölzern aus, die häufig aus Entwicklungsländern importiert werden: Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf Herkunft und Zertifizierung, da problematische Abbaubedingungen dort deutlich häufiger vorkommen – ein Punkt, den wir dir weiter unten auch beim Vergleich von Espe und dem afrikanischen Abachi-Holz noch einmal zeigen.

Welche Holz für Sauna: Diese Kriterien entscheiden über die Auswahl

Gutes Saunaholz hat einen geringen Harzgehalt, splittert kaum und ist frei von losen Ästen – erst danach spielen Optik, Bauteil und Budget eine Rolle.

Diese Vorteile gelten grundsätzlich für alle Holzarten – aber mal ehrlich: Nicht jedes Holz, das schön aussieht oder gerade im Angebot ist, taugt automatisch für die Sauna. Drei Dinge solltest du im Kopf behalten, bevor du dich festlegst:

  • Harzgehalt: Manche Hölzer enthalten viel Harz. Durch die Hitze verflüssigt es sich und bleibt an Haut oder Saunatuch kleben.
  • Splitterneigung: Holzsplitter unter der Haut verderben schnell die Lust am Saunieren.
  • Astlöcher und hervorstehende Asteinschlüsse: Darauf sitzt es sich unbequem.

Nur Holzarten, die keinen dieser Nachteile mitbringen, haben sich im Lauf der Zeit als gutes Saunaholz durchgesetzt. Diese Hölzer eignen sich übrigens auch für Infrarotkabinen und Dampfsaunen.

Und natürlich spielt auch das Budget eine Rolle: Innerhalb der Holzarten, die grundsätzlich für die Sauna infrage kommen, gibt es noch einmal spürbare Preisunterschiede – ob du am Ende zu Nordischer Fichte, Thermoholz oder einer Premium-Holzart wie Zeder oder Kelo greifst, hängt also nicht nur vom Geschmack, sondern auch vom verfügbaren Budget ab.

Nicht jeder Bereich der Sauna braucht übrigens die gleiche Holzqualität. Der eigentliche Schwitzraum ist Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit dauerhaft ausgesetzt – dem sogenannten Löyly bzw. Leil, dem Dampfstoß, der entsteht, wenn Wasser auf die heißen Saunasteine gegossen wird, und dem ganzen Erlebnis, das dieser Aufguss auslöst. Wie gut der Löyly bzw. Leil gelingt, hängt dabei von mehreren Faktoren zusammen: von der Kabine und dem verwendeten Holz, von den Saunasteinen, vom Wasser und nicht zuletzt von der Aufgusstechnik selbst. Deshalb braucht gerade dieser Bereich besonders widerstandsfähiges Holz. Der Umkleide- oder Ruhebereich, der bei einer traditionellen Sauna oft direkt angrenzt, muss den Belastungen des Schwitzraums dagegen nicht standhalten – hier kannst du auch ein weniger widerstandsfähiges und oft günstigeres Holz verwenden.

Tipps

Gerade im unteren Bereich der Sauna, also am Boden, wirken Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen besonders stark. Wähle hier eine robuste Holzart, die gut mit Feuchtigkeit und Abrieb zurechtkommt. Alternativ – gerade im Schwitzraum eine beliebte Lösung – kombinierst du Stein und Holz: Ein Fliesen- oder Steinboden, der mit einem hölzernen Bodenrost etwa aus Thermoholz abgedeckt wird, vereint die Robustheit von Stein mit dem angenehmen Gefühl von Holz unter den Füßen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal, auf das du achten solltest: Gutes Saunaholz ist in der Regel kammergetrocknet und wird sorgfältig auf Astlöcher und andere Fehlstellen sortiert. Genau an solchen Schwachstellen reißt oder splittert Holz unter den extremen Bedingungen in der Sauna – starke Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit – am ehesten.

Zum Schluss noch ein Punkt, der oft übersehen wird: Es kommt nicht nur auf die Holzart an, sondern auch darauf, wie du sie behandelst. Verzichte auf herkömmliche Lacke, Farben oder chemische Holzschutzmittel – in der Hitze der Sauna können sich Schadstoffe daraus lösen und sich im Raum verteilen. Verwende stattdessen ausschließlich natürliche Öle oder speziell für Saunen entwickelte Pflegeprodukte.

Sauna Holzart: Die besten Holzarten im Überblick

Die besten Saunaholzarten sind Nordische Fichte, Thermoholz, Espe, Tanne, Hemlocktanne, Erle, Zeder und Zirbe – welche am besten passt, hängt von Einsatzbereich, Optik und Budget ab.

Nicht jede Holzart eignet sich gleich gut für jeden Bereich der Sauna. Diese Übersicht zeigt dir auf einen Blick, welche Sauna Holzart wofür geeignet ist:

HolzartFarbeHarzgehaltWitterungsbeständigkeitTypischer Einsatz
Nordische FichteHell, mit vielen AsteinschlüssenSehr geringHochAußensauna, Wände
Thermoholz (Kiefer)Warmes, gleichmäßiges BraunKeiner (nach Behandlung)Sehr hochAußen- & Innenverkleidung
Espe / ThermoespeHell / dunkler bei ThermoespeSehr geringMittelLiegen, Innenausstattung
Tanne / HemlocktanneHell, ruhige bis dekorative MaserungGeringMittelWände, elegante Innensaunen
ErleHell mit rötlichem TonGeringMittelWände, Bänke, Zubehör
ZederRötlichGering, viele ätherische ÖleSehr hochAußenverkleidung, Infrarotkabinen
ZirbeGelb-rot mit AsteinschlüssenGering, ätherische ÖleHochFasssauna, Gartensauna

Nordische Fichte

Nordische Fichte ist nicht ohne Grund die traditionelle Holzart für finnische und estnische Saunen – dort, wo die Saunakultur ihren Ursprung hat, wird seit Generationen auf genau dieses Holz gesetzt.

Die Nordische Fichte ist die klassische Wahl für Saunaholz – und das aus gutem Grund. Sie wächst unter anderem in Skandinavien und Russland, wird deshalb auch als Skandinavische Fichte oder Polarfichte bezeichnet und übersteht selbst als Außensauna Wind, Wetter, Hitze und Kälte zuverlässig.

Ein Vorteil, den viele unterschätzen: In kälteren Regionen wachsen die Bäume langsamer, weil die Sommer kürzer sind (den Unterschied siehst du gleich im Foto). Das dichtere, langsamer gewachsene Holz ist dadurch hochwertiger und sorgt für eine besonders lange Lebensdauer. Optisch erkennst du Nordische Fichte an ihrer hellen Farbe und den zahlreichen Asteinschlüssen, die für eine lebendige, abwechslungsreiche Optik sorgen.

Wichtig beim Vergleich mit gewöhnlichem Kiefernholz: Fichte enthält deutlich weniger Harz. Das klingt nach einem kleinen Detail, macht in der Praxis aber einen großen Unterschied. Harzhaltiges Holz verflüssigt sich in der Hitze der Sauna und bleibt an Haut, Handtuch und Kleidung kleben – teilweise noch Jahre nach dem Bau, selbst wenn das Holz gestrichen wurde. Wer schon einmal versucht hat, Harzflecken aus einem Handtuch oder von der Haut zu entfernen, weiß, wie unangenehm und hartnäckig das sein kann. Nordische Fichte bleibt dir das erspart.

Nicht jede Nordische Fichte ist allerdings gleich: Es gibt deutliche Qualitätsunterschiede, je nachdem, wo und wie das Holz geschlagen wurde. Bei Hansagarten24 wählen wir unser Fichtenholz deshalb selbst aus und kontrollieren die Qualität durchgehend – erkennbar zum Beispiel an einer gleichmäßigeren Maserung, saubereren Kanten und weniger losen Ästen.

Holzvergleichsfoto: nordische Fichte – Hansagarten24

Zwei Querschnitte von nordischem Fichtenholz im direkten Vergleich.


Links: Holz von Hansagarten24 mit schmalen, gleichmäßigen Jahresringen – ein Zeichen für langsames Wachstum, hohe Dichte und langfristige Stabilität.


Rechts: Holz eines Wettbewerbers mit breiteren Jahresringen, die auf schnelleres Wachstum und geringere Dichte hinweisen.

Nordische Fichte und Thermoholz direkt vom Spezialisten

Bei Hansagarten24 bekommst du Gartensaunen und Saunahaus-Bausätze aus Nordischer Fichte und wärmebehandeltem Thermoholz – zwei der besten Holzarten für die Sauna, die es gibt.

Wir wählen unser Holz selbst aus und kontrollieren die Qualität durchgehend, damit du ein Ergebnis bekommst, das lange hält und gut aussieht. Und das alles zu einem sehr fairen Preis.

Unsere Bausätze lassen sich in Eigenregie aufbauen – wenn du lieber auf Nummer sicher gehen willst, übernehmen wir mit unserem Montageservice auch gerne den kompletten Aufbau für dich.

Nordische Fertigung · Geprüfte Qualität · 20+ Jahre Erfahrung

Thermoholz (wärmebehandelte Kiefer)

Eine moderne Alternative zu klassischen Nadelhölzern ist Thermoholz – bei uns meist wärmebehandelte Kiefer. Bei der Herstellung wird das Holz unter kontrollierter Hitze und Wasserdampf behandelt. Dieser Prozess verändert die Dichte und die Zellstruktur des Holzes auf molekularer Ebene: Es nimmt danach deutlich weniger Feuchtigkeit auf und gibt auch weniger davon ab.

Das löst gleich mehrere Probleme auf einmal. Unbehandelte Kiefer neigt zu einem hohen Harzgehalt – das Harz tritt bei Hitze aus, klebt und kann selbst durch eine Lackierung über Jahre hinweg immer wieder durchscheinen. Nach der thermischen Behandlung ist dieses Problem praktisch verschwunden. Gleichzeitig wird das Holz durch die veränderte Struktur formstabiler: Es arbeitet kaum noch, das heißt, es zieht sich nicht mehr so stark zusammen oder dehnt sich aus – Risse und Verzug, wie sie bei unbehandeltem Holz mit der Zeit entstehen können, treten bei Thermoholz deutlich seltener auf.

Thermoholz ist in der Anschaffung etwas teurer als unbehandelte Nadelhölzer. Dafür sparst du dir auf lange Sicht viel Pflegeaufwand: Es muss deutlich seltener nachbehandelt werden, ist witterungsbeständiger und behält seine Form auch nach Jahren im Außenbereich. Optisch erkennst du Thermoholz an seiner warmen, gleichmäßig braunen Färbung, die durch die Hitzebehandlung entsteht.

Bei Hansagarten24 setzen wir bewusst auf Thermoholz für unsere moderneren Saunahaus-Modelle – wegen der hohen Stabilität und weil es unseren Kund:innen langfristig Zeit und Geld beim Unterhalt spart.

Die Espe und die Thermoespe

Espenholz ist hell, angenehm duftend und fein gemasert. Es wird vor allem für Liegen und andere Einrichtungsgegenstände verwendet und ähnelt in seiner Optik dem afrikanischen Abachi-Holz – wobei Espe häufig unter deutlich umweltfreundlicheren Bedingungen gewonnen wird.

Espenholz gibt es unbehandelt oder wärmebehandelt als Thermoespe. Thermoespe ist spürbar dunkler, verliert ihren typischen Duft, nimmt aber durch die Wärmebehandlung mit Wasserdampf kaum noch Feuchtigkeit auf und ist dadurch widerstandsfähiger gegenüber Witterung, Bakterien und Pilzen.

Die Tanne und die Hemlocktanne

Tannenholz ähnelt Fichtenholz sehr und ist ebenfalls hell mit dekorativen Asteinschlüssen – zumindest bei der Europäischen Weißtanne. Die Sibirische Tanne dagegen liefert ein astärmeres, ruhigeres Holzbild.

Eine beliebte Alternative ist die Hemlocktanne, die vor allem aus Kanada stammt. Ihr Holz ist noch etwas heller, hat eine ruhige Maserung und wirkt dadurch besonders edel – ideal für elegant gestaltete Innensaunen, etwa mit einer Glasfront. Zudem ist Hemlocktannenholz weicher als klassisches Tannenholz.

Die Erle

Erlenholz ist hell mit einem leichten Rotton und wirkt dadurch besonders warm und einladend. Die ruhige Maserung macht es zu einer beliebten Wahl für elegante Saunen – sowohl für die Kabinenwände als auch fürs Interieur. Wegen seiner Weichheit eignet sich Erlenholz zudem hervorragend für Bänke, Kopfstützen und anderes Zubehör mit direktem Hautkontakt. Auch bei uns kommt Erle bevorzugt für Sitzbänke und Kopfstützen zum Einsatz.

Die Zeder

Das Holz der Roten Zeder (Western Red Cedar) hat eine schöne rötliche Farbe und ist so witterungsbeständig, dass sogar Boote daraus gebaut werden. Enthaltene ätherische Öle sorgen für einen angenehmen Duft und halten gleichzeitig Schädlinge und Pilze fern – Zedernholz schützt sich dadurch quasi selbst. Es wird überwiegend aus Nordamerika importiert, hat eine gleichmäßige Maserung und verstärkt durch seine rötliche Farbe das Gefühl von Wärme – weshalb es sich auch besonders gut für Infrarotkabinen eignet.

Die Zirbe

Zirbenholz (von der Zirbelkiefer) enthält ebenfalls ätherische Öle, die beim Saunieren einen angenehmen Duft verströmen. Ihm wird sogar nachgesagt, die Atmung zu beruhigen und den Puls zu senken – wissenschaftlich belegt ist das allerdings nicht. Trotzdem ist Zirbenholz im Alpenraum seit langem beliebt.

Farblich ist Zirbenholz gelb-rot mit braunen Asteinschlüssen, die ihm eine interessante Optik verleihen. Trotz seiner angenehm weichen Haptik ist es sehr witterungsbeständig und robust – gut geeignet also auch für Fasssaunen und andere Gartensaunen.

Was ist Kelo-Holz?

Bist du bei deiner Suche nach dem passenden Saunaholz schon über den Begriff Kelo gestolpert? Er stammt aus dem Finnischen und bezeichnet abgestorbenes Holz, das in seiner natürlichen Umgebung getrocknet ist – grundsätzlich kann das jede Holzart sein. Kelo entsteht nur dort, wo es dauerhaft kalt und trocken ist, vor allem im Norden Finnlands und Russlands. Weil es aufwendig zu finden ist, hat Kelo-Holz einen entsprechend hohen Preis. Genau das lockt leider auch unseriöse Anbieter an, die gewöhnliches Holz als teures Kelo verkaufen – bei besonders günstigen Angeboten ist daher Vorsicht geboten.

Welches Holz für eine Sauna: Unterschiede nach Saunentyp

Für Innen- und Finnische Saunen eignet sich vor allem Nordische Fichte, für Gartensaunen zusätzlich Zeder oder Thermoholz, und für Fasssaunen Fichte oder Zirbe.

Nicht jede Sauna ist gleich – und je nach Saunentyp eignen sich manche Holzarten besser als andere:

  • Finnische Sauna: Die klassische, trockene Sauna mit hohen Temperaturen. Hier kommen traditionell Nordische Fichte für Wände und Decke sowie weichere Hölzer wie Espe oder Erle für die Bänke zum Einsatz.
  • Gartensauna: Eine freistehende Sauna im Garten ist Wind und Wetter das ganze Jahr über ausgesetzt. Hier zählt vor allem Witterungsbeständigkeit – Nordische Fichte, Zeder und Thermoholz sind die zuverlässigsten Optionen. Unsere Saunahaus-Modelle setzen genau deshalb auf diese Holzarten.
  • Outdoor- bzw. Außensauna: Im Grunde gilt hier dasselbe wie bei der Gartensauna – entscheidend ist ein Holz, das dauerhaft im Freien besteht, ohne aufzuquellen, zu vergrauen oder zu splittern.
  • Fasssauna: Die runde Bauform sorgt für eine besonders gute Wärmeverteilung. Fasssauna-Modelle bestehen meist aus Fichte oder Zirbe – beide lassen sich gut zu den charakteristischen Dauben biegen und verarbeiten.

Egal für welchen Saunentyp du dich entscheidest: Bei Hansagarten24 findest du sowohl Fasssauna-Modelle als auch klassische Saunahaus-Bausätze aus genau den Holzarten, die sich in der Praxis am besten bewährt haben.

Welches Holz für Sauna Innen: Die beste Wahl für die Innenverkleidung

Für die Innenverkleidung eignen sich am besten Espe, Erle und Hemlocktanne sowie zunehmend Thermoholz – alle vier sind weich, harzarm und angenehm auf der Haut.

Innen gelten etwas andere Prioritäten als außen: Wichtiger als Witterungsbeständigkeit sind hier ein angenehmes Hautgefühl, eine ruhige Optik und ein möglichst geringer Harzgehalt, da du im Innenraum direkten Hautkontakt mit Wänden und Bänken hast.

Besonders bewährt haben sich:

  • Espe und Erle für Bänke, Kopfstützen und Zubehör – beide sind weich, hell und angenehm auf der Haut. Wichtig ist dabei vor allem eins: Die Oberfläche muss glatt geschliffen sein, damit keine Splittergefahr besteht. Bei Hansagarten24 setzen wir für unsere Bänke und Kopfstützen bewusst auf Erle – genau wegen dieser angenehmen, splitterfreien Haptik.
  • Hemlocktanne für eine ruhige, elegante Optik, zum Beispiel in Kombination mit einer Glasfront.
  • Thermoholz, das beim Innenausbau zunehmend beliebter wird, weil es formstabil ist, keine zusätzliche Behandlung braucht und trotzdem eine warme, natürliche Optik mitbringt.

Für die Wände selbst ist auch Nordische Fichte innen eine gute, bewährte Wahl – vor allem, wenn du eine hellere, klassische Optik bevorzugst.

Wo kaufst du Saunaholz?

Saunaholz bekommst du im Baumarkt, in spezialisierten Online-Shops oder direkt vom Saunahersteller – am zuverlässigsten in gleichbleibend hoher Qualität meist direkt vom Hersteller.

Im Einzelnen sieht das so aus:

  • Baumarkt: Hier findest du meist nur allgemeines Bauholz, das nicht speziell für den Einsatz in der Sauna ausgewählt wurde. Das Risiko für Harz, Splitter oder eine geringere Witterungsbeständigkeit ist entsprechend höher.
  • Spezialisierte Online-Shops: Anbieter, die sich auf Saunen und Saunazubehör spezialisiert haben, bieten in der Regel bereits vorsortiertes, für die Sauna geeignetes Holz an.
  • Direkt vom Saunahersteller: Anbieter wie Hansagarten24 wählen ihr Holz selbst aus und verarbeiten es direkt zu fertigen Saunahaus-Bausätzen. Das spart dir die Suche nach einzelnen Brettern und Bohlen – und du bekommst gleich ein durchdachtes Gesamtpaket samt Anleitung, wahlweise inklusive Montage.

Gerade weil sich die Qualität von Saunaholz je nach Quelle so deutlich unterscheiden kann, lohnt sich ein Blick auf die Herkunft und die Auswahlkriterien des Anbieters, bevor du dich für ein Angebot entscheidest.

Welches Holz für die Sauna: Pflege-Tipps, damit sie lange schön bleibt

Frau, die Holzschutzmittel auf eine Gartensauna aufträgt

Saunaholz pflegst du richtig, indem du vor dem Saunagang duschst, ein Handtuch als Unterlage nutzt, nach der Nutzung lüftest und nur mit wenig Wasser reinigst.

Bei der Pflege unterscheiden sich die Holzarten kaum – du kannst also die Sauna wählen, die dir optisch am besten gefällt. Ein paar Grundregeln solltest du trotzdem beachten:

  • Behandle neues Saunaholz vor dem ersten Saunagang mit einem natürlichen Saunaöl oder einem speziell für Saunen entwickelten Pflegeprodukt – das schützt das Holz von Anfang an vor Feuchtigkeit und verlängert seine Lebensdauer
  • Dusche vor dem Saunagang und benutze immer ein Handtuch als Unterlage, damit Schweiß und Cremes keine Flecken hinterlassen. Praktisch sind auch kleine Sitzauflagen, die du einfach auf die Bank legst. Möchtest du dich zwischendurch hinlegen, eignet sich ein Handtuch als weiche Unterlage – achte dabei aber unbedingt darauf, nicht einzuschlafen: Einschlafen in der Sauna kann gefährlich werden. Wenn du dir da unsicher bist, geh lieber mit einer Begleitung in die Sauna statt allein.
  • Lass die Saunatür nach der Nutzung einige Stunden offen, damit das Holz abkühlen und trocknen kann – bei einer Innensauna hilft zusätzlich Lüften.
  • Entferne Haare und Flusen nach dem Abkühlen mit einem trockenen Tuch, wische Bank und Boden bei Bedarf nur nebelfeucht ab.
  • Verzichte auf Wasserschlauch oder Hochdruckreiniger – der hohe Wasserdruck schadet dem Holz und verkürzt die Lebensdauer.
  • Eine Desinfektion ist bei normaler Nutzung nicht nötig. Falls doch, achte auf die Sicherheitshinweise des jeweiligen Mittels.

Welches Holz für den Saunaofen? Brennholz für den Holzofen

Am besten eignet sich Birkenholz als Brennholz für den Saunaofen, gefolgt von Erle und Espe – Fichte und Kiefer sind nur als Anzündholz geeignet.

Du hast dich für die klassische Variante entschieden und heizt deine Sauna mit einem Holzofen statt mit Strom? Kein Wunder – viele Saunafans schwören genau darauf. Die Wärme eines Holzofens wird oft als angenehmer und weniger trocken empfunden als die eines Elektroofens, mit einer ganz eigenen, intensiven Wirkung. Bei uns in Estland bevorzugt die Mehrheit den traditionellen Holzofen – uns eingeschlossen.

Beim Brennholz selbst gibt es allerdings deutliche Unterschiede:

  • Birke ist bei uns der klassische Favorit: Sie riecht beim Verbrennen angenehm, lässt sich leicht anzünden und brennt lange – für viele schlicht die beste Wahl fürs Saunaheizen.
  • Erle ist ebenfalls gut geeignet und wird traditionell besonders gern für klassische Rauchsaunen verwendet.
  • Espe soll beim Verbrennen den Kamin reinigen und eignet sich daher gut, um sie mit anderen Holzarten zu mischen.
  • Fichte und Kiefer sind gut als Anzündholz, aber nicht als Hauptbrennholz zu empfehlen: Sie funken stark und verursachen viel Ruß.

Genauso wichtig wie die Holzart ist die Trockenheit des Holzes. Gutes Brennholz hat mindestens 6 bis 12 Monate getrocknet und einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 20 Prozent – nur dann brennt es hell und gleichmäßig. Zu feuchtes Holz erkennst du daran, dass es stark raucht, die Sauna nur langsam aufheizt und viel Ruß im Kamin hinterlässt.

Wichtig: Verzichte beim Saunaofen unbedingt auf behandeltes oder gestrichenes Holz, Leimholz (etwa Reste von Konstruktionsholz) und Holzbriketts. Sie können die Saunasteine beschädigen und die Qualität deines Aufgusses – löyly bzw. leil – spürbar verschlechtern.

Fazit: Für jeden Saunatyp die passende Holzart

Bei der Wahl des richtigen Saunaholzes hast du die Qual der Wahl – und das ist eine gute Nachricht, denn für jeden Geschmack und jeden Saunentyp gibt es die passende Holzart. Ob du dich für die bewährte Nordische Fichte, modernes Thermoholz oder eine der anderen vorgestellten Holzarten entscheidest: Am Ende zählt vor allem, dass das Holz zu deinen Ansprüchen an Optik, Pflegeaufwand und Langlebigkeit passt.

Planst du, deine Sauna komplett selbst zu bauen? In unserem Beitrag Sauna selber bauen findest du alle Schritte von der Planung bis zur fertigen Umsetzung.

Häufig gestellte Fragen zu Saunaholz

Welches Holz eignet sich am besten für die Sauna?

Am besten eignen sich Nordische Fichte, Thermoholz, Espe, Tanne, Hemlocktanne, Erle, Zeder und Zirbe – Holzarten, die nicht harzen, kaum splittern und sich auch bei Hitze angenehm anfühlen. Welche davon am besten passt, hängt vor allem davon ab, ob dir eine helle Optik, eine hohe Witterungsbeständigkeit oder ein bestimmter Duft wichtig ist.

Warum besteht eine Sauna meistens aus Holz?

Holz speichert Wärme, ohne sich unangenehm heiß anzufühlen, und reguliert gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit im Raum. Dazu kommen die natürliche Optik, die angenehme Haptik und die Tatsache, dass Holz als besonders wohnlich und gesund wahrgenommen wird.

Welches Holz eignet sich für die Sauna-Innenverkleidung?

Am besten eignen sich Espe, Erle und Hemlocktanne – helle, weiche und harzarme Holzarten, die sich angenehm auf der Haut anfühlen. Auch Thermoholz wird zunehmend für den Innenausbau genutzt, da es formstabil ist und keine zusätzliche Behandlung braucht.

Welches Holz für Sauna außen?

Am besten eignen sich Nordische Fichte, Zeder und Thermoholz – sie gehören zu den robustesten Optionen für eine Gartensauna oder Außensauna, da sie Feuchtigkeit, Kälte und Wetterwechsel zuverlässig standhalten. Entscheidend ist vor allem eine hohe Witterungsbeständigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Nordischer Fichte und Thermoholz?

Nordische Fichte ist ein unbehandeltes, harzarmes Nadelholz mit heller Farbe und vielen Asteinschlüssen. Thermoholz dagegen wird durch Hitze und Wasserdampf behandelt, wodurch sich seine Zellstruktur verändert: Es nimmt kaum noch Feuchtigkeit auf, ist besonders formstabil und witterungsbeständig, hat dafür aber eine dunklere, gleichmäßigere Farbe und einen höheren Anschaffungspreis.

Was ist Kelo-Holz und warum ist es so teuer?

Kelo ist natürlich abgestorbenes Holz, das über lange Zeit in kalten, trockenen Regionen wie Nordfinnland oder Russland getrocknet ist. Weil es selten und aufwendig zu finden ist, hat es einen entsprechend hohen Preis – bei auffällig günstigen Angeboten lohnt sich daher ein genauer Blick.

Wie pflegt man Saunaholz richtig?

Saunaholz bleibt lange schön, wenn du es trocken hältst, regelmäßig lüftest und nur schonend reinigst. Dusche vor dem Saunagang, benutze ein Handtuch als Unterlage und lass die Saunatür nach der Nutzung offen, damit das Holz abtrocknen kann.

Welches Holz eignet sich für den Saunaofen als Brennholz?

Für den Saunaofen eignet sich vor allem Birkenholz besonders gut – es lässt sich leicht anzünden, brennt lange und riecht angenehm. Auch Erle ist eine gute Wahl und wird traditionell gern für Rauchsaunen verwendet, während sich Espe gut zum Mischen mit anderen Holzarten eignet. Fichte und Kiefer solltest du dagegen nur als Anzündholz nutzen, da sie beim Hauptfeuer stark funken und viel Ruß verursachen. Wichtig ist außerdem, dass das Holz mindestens 6 bis 12 Monate getrocknet ist und einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 20 Prozent hat. Verzichte auf behandeltes Holz, Leimholz oder Holzbriketts, da sie die Saunasteine beschädigen können.