Garten und Gartenhaus – Vorbereitung auf den Winter

Garten und Gartenhaus – Vorbereitung auf den Winter

Herbst ist Erntezeit am Gartenhaus und gleichzeitig die Zeit, in der Sie Garten und Gartenhaus auf den kommenden Winter mit seinen Niederschlägen und Minusgraden vorbereiten. Wenn Sie auf Wintergemüse nicht verzichten möchten, dann haben Sie jetzt auch noch Kulturen in der Pflege, die entweder über den Winter geerntet werden sollen und den Salat zu Weihnachten mit frischem, biologisch angebautem Grün aus dem Garten bereichern sollen oder schon ganz früh im Frühjahr etwa im März oder April erntereif werden.

Beispiele für solche Kulturen sind etwa Grünkohl, Rosenkohl,Winterheckenzwiebeln, Knoblauch, Lauch, Kohlrabi, Mangold, Asiasalate, Pflücksalate oder Möhrchen. Obwohl diese Gemüsesorten auch ganz im Freien überwintern können, profitieren sie doch von Folientunneln, weniger als Kälteschutz sondern mehr um schädigende Bewegungen des gefrorenen Gewebes durch Wind oder Schneelast zu verhindern. Solche Folientunnel kommen aber erst im November über die Beete, damit die Pflanzen genug Zeit bekommen, sich schon als Jungpflanzen an Kälte und auch Minustemperaturen zu gewöhnen.

Der Herbst ist eine der arbeitsreichsten Jahreszeiten am Gartenhaus

Bei vielen sind die Gartenhäuser zur Zeit ganz auf Ernte, Konservierung, Einlagerung eingerichtet. Für Wurzelgemüse, Knollen, aber auch Weißkohl, der von den Außenblättern befreit auf seinen Strünken steht, werden Erdmieten gegraben, in denen die wertvollen Ernten auch roh und quasi lebendig entweder in Sand oder – wie der Weißkohl – an der frischen Luft eingelagert werden. Dies ist ganz sicher eine der schonensten Lagerungsmethoden. Vitamine und Vitalstoffe bleiben unverändert enthalten.

Manche haben ihr Gartenhaus vorübergehend zur Einkochstation für Gemüse und Obst umfunktioniert, was die Küche im Haus entlastet und noch ist auch genug Platz dafür im Gartenhaus, bevor die Gartenmöbel dort eingelagert werden und den Platz wegnehmen. Auch Gärungen, ob nun alkoholische, wie bei der Herstellung von Wein aus Trauben oder Obst oder Milchsäuregärungen bei der sauren Konservierung aller möglichen Gartenprodukte von Kohlrabi über Bohnen bis hin zum bekannten Sauerkraut funktionieren noch im Gartenhaus.

Bei all der Arbeit mit der Ernte kann man leicht übersehen, dass man auch noch mit Wintergemüse für den Nachschub in der kalten Jahreszeit sorgen kann und dass das Gartenhaus selbst, sowie seine Umgebung auch eine Vorbereitung für den Winter braucht.

Gärtnerische Arbeiten um das Gartenhaus im Herbst

Frostschutz ist natürlich ein Hauptstichwort für das Gartenhaus selber, wie für den umgebenden Garten. Im Garten betrifft das generell alle Pflanzen besonders, die ihren Ursprung in südlicheren Zonen haben, sowie frostempfindliche Kübelpflanzen. Pflanzen, die draußen bleiben, besonders frisch gepflanzte oder solche, die vielleicht erst seit einem oder zwei Jahren im Garten sind. Blauglockenbäume, Sicheltannen, Hanfpalmen, Kamelien und Rosen brauchen in den kälteren Klimazonen einen Winterschutz.

Für die Rosen ist es insbesondere wichtig, dass Sie die Veredelungsstelle, die bei den meisten Arten gleich über dem Erdboden liegt, über Winter mit Mulchmaterial abdecken. Hochstammrosen mit der Veredelungsstelle unter der Krone sollten Sie mit einer Vlieshaube schützen, wenn Sie in einer Klimazone wohnen, wo Sie sehr kalte Wintertemperaturen erwarten.

Junge Obstbäume können bei Temperaturunterschieden, die durch Frost auf der einen und Wintersonne auf der anderen Seite entstehen, Risse in der dünnen, glatten Rinde bekommen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Stämme weiß anzustreichen. Damit schützt man sie vor zu großer Erwärmung in der Sonne. Solche Weißanstriche kann man kaufen oder mit Branntkalk und Tapetenkleister im Gartenhaus auch selber herstellen: Dazu verrühren Sie 1.5kg Branntkalk und ein halbes Kilo Tapetenkleister ohne Zusätze in 10 Liter Wasser.

Holen Sie Material zum Frostschutz aus dem Gartenhaus hervor

Wenn Sie noch von letztem Jahr Bast- oder Strohmatten im Gartenhaus haben, dann können Sie diese im Ziergarten, wo Sie vielleicht aus optischen Gründe nicht mit Weißanstrich arbeiten möchten, nutzen, um die Stämmchen junger Bäume, die noch Zeit brauchen, sich an die deutschen Winter zu gewöhnen, damit zu umwickeln. Notfalls tut es auch schon ein altes Brett auf der Südseite gegen den Stamm gelehnt, um den Stamm mittags zu beschatten.

Verschiedene Pflanzen profitieren auch von einem Bodenschutz im Wurzelbereich. Eine dicke Schicht Mulch, Tannenreisig oder Herbstlaub sorgt dafür, dass der Boden nicht so tief friert, dass der Baum im Winter wegen Wassermangel vertrocknet. Dazu gehören neben den Rosen etwa auch Schneeballen, Hanfpalmen, Lavendel, Kamelien, Bartblumen, Montbretien, Gladiolen und Zistrosen. Auch frisch gepflanzte Bäume oder Sträucher, deren Wurzeln noch nicht so tief reichen können so einen Wurzelschutz gebrauchen. Da die Temperaturen erst im Januar und Februar oft am tiefsten herunter gehen, nehmen Sie das gleich als einen Tipp, wie Sie Ihren ausrangierten Weihnachtsbaum am besten weiter verwerten.

Frostempfindliche Kübelpflanzen sind im frostfreien, hellen Gartenhaus gut aufgehoben

Ein gut gepflegtes Gartenhaus mit einer soliden Wandstärke lässt sich auch unisoliert gut mit einem Frostwächter gegen wirklich fatale Tiefsttemperaturen schützen. Das wird auch nicht zu teuer, da der Temperaturunterschied von der Außentemperatur auf die Null Grad im Inneren meist viel geringer ist, als der auf 18°C im Haus und daher auch nur weniger Energie braucht. Temperaturveränderungen machen sich durch die sehr gute Isolierungswirkung von Holz nur verzögert bemerkbar und wenn die Pflanze im Licht eines Fensters steht, dann ist das für viele Arten eine optimale Überwinterung.

Dahlien werden ausgegraben und kühl und dunkel bis zum Frühjahr in feuchtem Sand gelagert.

Übrigens können einheimische frostharte Pflanzen im Kübel, wie etwa Buchsbäume oder Fächerahorne auch gefährdet sein, weil der Kübel auch seitlich Wärme abgibt und daher schneller komplett durchfriert. Stellen Sie die Kübel ins frostfreie Gartenhaus oder in Kisten, wo Sie die Kübel mit Kompost oder Isolierungsmaterial umgeben oder umwickeln Sie die Kübel einfach mit dicken Bastmatten.

Checken Sie das Gartenhaus und entwässern Sie Wasserleitungen

Während eines Regens oder direkt danach sollten Sie das Gartenhaus einmal gründlich von innen inspizieren und eventuelle Stellen wo Nässe eindringt, sei es am Dach oder durch Risse, noch vor dem Winter reparieren. Wasserleitungen und Regentonnen sollten entleert werden, Gartenteiche, die weniger als einen Meter tief sind, werden entleert und die Wasserpumpen am besten frostsicher bis zum Frühling gespeichert.

Sollte Ihr Gartenhaus Dachrinnen haben, dann säubern Sie diese einmal sorgfältig, sobald der Hauptlaubfall vorüber ist, damit Ihr Gartenhaus im unteren Bereich der Außenwände auch vor vom Boden abspritzendem Regenwasser geschützt ist.

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie  Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

Schreibe einen Kommentar