Fußbodenheizung im Blockbohlenhaus

Ein Blockbohlenhaus, also ein Blockhaus, welches nicht mit ganzen Stämmen sondern mit dicken Bohlen aufgebaut ist, ein großes, bewohnbares Gartenhaus mit entsprechender Wandstärke über 40mm oder besser noch 70mm, die nicht nur für Stabilität und lange Lebensdauer sorgt, sondern auch schon an sich für eine sehr gute Isolierung, werden oft als vorübergehende Wohnungen genutzt. Nutzungen als Wochenendhäuschen, Ferienwohnungen oder Ferienbungalows für die eigene Erholung oder auch zur Vermietung sind genauso verbreitet, wie das Wohnen in so einem Blockbohlenhaus als eigenem 1.Wohnsitz.

Obschon Wandstärken von 70mm und mehr noch von über 90mm sicher schon für vorübergehende Beheizungen gut geeignet sind, wie sie etwa auch in einer Werkstatt, Sauna, einem Hobbyraum, einem Gartenbüro oder einer Gästewohnung auftreten, gibt es doch immer die Überlegung, das Blockbohlenhaus zusätzlich zu isolieren und so langfristig Heizkosten zu sparen. Eine einfache und billige Methode zur Innenisolierung für bewohnbare Gartenhäuser und Blockbohlenhäuser hatten wir ja bereits beschrieben.

Auch auf Heizmöglichkeiten waren wir bereits eingegangen. Auf eine Möglichkeit, nämlich die Fußbodenheizung möchten wir im Folgenden einmal etwas näher eingehen. Sie eignet sich ja nicht nur als alleinige Heizung für so ein bewohntes Blockbohlenhaus, sondern kann normalerweise mit Thermostaten fein reguliert werden und eignet sich auch als „Backup-Heizung“ für Blockbohlenhäuser, in denen vielleicht für die meiste Zeit des Jahres ein rustikaler offener Kamin brennt oder ein moderner Kaminofen.

Tatsächlich ist ja die intensive Hitzestrahlung eines offenen Feuers im Gesicht nach einem kalten Tag im Freien im Winter genauso angenehm, wie wenn die kalten Füße dann auf einem angenehm warmen Fußboden ruhen.

Um die Entspannung vollkommen zu machen, fehlt nur noch ein holzbeheizter Badezuber.

Wie funktioniert eine Fußbodenheizung in einem Blockbohlenhaus mit Holzfußboden?

Das Konzept, eine Fußbodenheizung in einem Blockbohlenhaus auf den bereits vorhandenen Fußboden aus Holzdielen aufzubringen, mag erst mal ungewöhnlich erscheinen. Tatsächlich ist es  kein Problem, direkt auf die Holzdielen eine Isolierung aufzulegen, wenn die Unterlüftung des Fußbodens gut funktioniert. Eine Heizung wird ja keine Feuchtigkeit erzeugen, sondern sogar eher trockene Luft.

Auch eine eventuell vorhandene Isolierung unter den Dielen dürfte deswegen kein Problem sein.

Wie auch immer: Die Warmwasser führenden Heizschlangen der Fußbodenheizung sollten nach unten gut thermoisoliert sein, damit die Wärme auch wirklich nach oben weggeht und nicht nach unten.

Was immer Sie auch als Bodenmaterial planen: Fliesen, Naturstein, Parkett, Laminat, Vinyl, Holzdielen, Teppich oder Teppichboden: Es ist auf jeden Fall günstig, wenn der Fußboden über den Heizschlangen eher dünner als dicker ausfällt, damit die Wärme leichter durch ihn durch wandert. Damit erreichen Sie eine schnelle Erwärmung im Blockbohlenhaus.

Verschiedene Konzepte ermöglichen eine Anpassung an die Heizung in Ihrem Blockbohlenhaus

Ein anderes Konzept, wo Sie die Heizschlangen in einen dicken Estrich eingießen, der dann als Wärmespeicher dient, ist natürlich auch für Blockbohlenhäuser möglich. In dem Fall haben Sie dann keine schnelle Heizwirkung aber dafür eine lang anhaltende. Sie würden eine solche Fußbodenheizung abends einmal richtig hochheizen und dann ausschalten und der Estrich würde die Wärme dann für viele Stunden die ganze Nacht hindurch wieder abgeben.

Bei Warmwasserspeichern, die etwa durch wasserführende Holzöfen beheizt werden, könnte so ein Konzept zum Beispiel sinnvoll sein.

Wenn Sie das machen wollen, dann schadet die einmalige Durchnässung den Holzdielen beim Gießen des Estrichs nicht, wenn Sie danach auf vollständige Abtrocknung achten. Sie könnten den Holzboden auch mit Folie vor der Nässe schützen, die dann vielleicht auch als Rutschschicht die unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schrumpfverhalten von Holz und Beton bei wechselnden Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen ausgleichen könnte.

Auch mit Trockenestrichplatten können Sie arbeiten. Im Vergleich zu reinen Holzkonstruktionen, für die wir dann empfehlen, die Heizschlangen in ein eher dichtes Gitter von Trageleisten einzupassen, damit der dünne Belag dann auch stabil bleibt, haben Sie bei der Verwendung von Trockenestrichplatten eine etwas robustere, massivere Akustik zu erwarten. Es gibt Platten, die etwa über ihren Anteil von Holzfasern auch eine gute Thermoisolierung haben. Legen sie die Heizschlangen auf einen solchen Trockenestrich, dann könnten Sie den Abstand zur Fußbodenoberfläche mit Holzleisten oder mit weiteren Trockenestrichstreifen gestalten oder sogar nur ganz schmale Aussparungen für die Heizelemente einsägen.

Was sind die Vorteile einer Fußbodenheizung in einem Blockbohlenhaus?

Mal ganz abgesehen von dem Wohlgefühl, wenn Sie Ihr Blockbohlenhaus im Winter mit kalten und nassen Füßen betreten und dann gleich auf einem angenehm warmen Boden laufen gibt es eine Reihe von technischen Vorteilen.

Viele davon hängen damit zusammen, dass die Wassertemperatur für eine Fußbodenheizung weit niedriger liegt, als die, die man bei normalen Heizkörpern einer Zentralheizung einsetzt. Wasser, welches in das Heizelement, sei es nun ein Gasbrenner, ein Holzofen oder eine Wärmepumpe mit einer niedrigeren Temperatur eintritt, hat ein viel größeres Potential von der niedrigen auf eine höhere Temperatur aufgeheizt zu werden. Daher sorgt kühleres Eintrittswasser immer für bessere Energienutzungswerte.

Für Solarthermie ist eine solche möglichst niedrige Eintrittstemperatur sogar essentiell, wenn sie dann, wenn sie gebraucht wird, also im kalten und sonnenarmen Winter überhaupt effektiv arbeiten will.

Die niedrigen Temperaturen ermöglichen in manchen Fällen auch den Anschluss einer Fußbodenheizung im Blockbohlenhaus an ein benachbartes Wohnhaus mit einer herkömmlichen Zentralheizung. Isolierte Rohre bringen das Heizwasser zum Blockbohlenhaus und das abgekühlte Wasser zurück zum Haupthaus. Bei längeren Entfernungen wird trotz guter Isolierung und tiefer Verlegung ein Temperaturverlust eintreten, der es ermöglicht das Wasser ohne viel Anpassung, die bei modernen Fußbodenheizungen über Thermostate mit Mischventilen oder über die Durchflussgeschwindigkeit geregelt wird, gleich für die Fußbodenheizung zu nutzen.

Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass der Boden eine recht große Heizfläche bereitstellt, die durch Konvektion, also Erwärmung der Raumluft durch direkten Kontakt mit dem Boden und die folgenden Luftströmungen der erwärmten Luft nach oben und durch Wärmestrahlung wirkt und deswegen auch mit relativ niedrigen Heiztemperaturen einen großen Effekt erreicht.

Schließlich ergibt sich auch ein Raumgewinn. Blockbohlenhäuser, auch große Gartenhäuser, die fertig vorfabriziert als Bausätze verkauft werden, haben oft etwas weniger Platzangebot als große Steinhäuser oder individuell gebaute Blockhäuser. Daher spielt es eine große Rolle, wenn man den knappen Platz voll ausnutzen kann ohne ihn mit Heizkörpern, Öfen oder sonstigen Heizelementen noch weiter einzuengen.

Moderne Anlagen für Blockbohlenhäuser bieten großen Komfort

Das gilt für die Energieeffizienz aber auch für die differenzierten Steuerungsmöglichkeiten.

Moderne Wasserthermospeicher sind oft zentral im Haus angebracht. Sind sie auch nahezu perfekt isoliert, so gibt es doch immer etwas Wärmeverlust, etwas Wärmeabstrahlung, die man lieber mitten im Haus hat, als irgendwo im Keller oder gar draußen. Sie können durch die verschiedensten Heizelemente bedient werden, wie etwa Wärmpumpen mit Erdwärme oder Sonnenwärme, Gasbrennwertthermen oder wasserführenden Holzöfen oder mit Kombinationen daraus.

Die zentrale Steuerung einer Fußbodenheizung kann dann verschiedene Wasserkreisläufe durch verschiedene Räume des Hauses steuern, das heißt, Sie können für jeden Raum eine individuelle Wunschtemperatur einstellen.

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie  Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

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