Die neue Gartensaison startet an der Gartenhütte

Die neue Gartensaison startet an der Gartenhütte

Vielerorts liegt noch Schnee auf dem Dach der Gartenhütte, also was sollte jetzt, Anfang Februar, schon groß im Garten zu tun sein, fragen Sie sich vielleicht.

Tatsächlich gibt es für manche Gärtner schon eine ganze Menge, was man tun kann oder sogar tun sollte, damit man noch im Februar ein paar Arbeiten geschafft bekommt, die dann im weiteren Spätwinter und frühen Frühling den Start in die neue Gartensaison erleichtern. Möchten Sie beispielsweise den Garten noch um weitere Obstbäume bereichern, dann ist der Februar so ziemlich der letzte Termin, wo Sie noch neue Bäume pflanzen können.

Auch sonst ist Obst ein wichtiges Stichwort: Sobald die Temperaturen einmal für etwas länger über -5°C steigen, können Sie nämlich auch die Baumschere und Handsäge aus der Gartenhütte holen, vielleicht etwas ölen und dann – wenn Sie einen Winterschnitt machen möchten – Ihre Obstgewächse schneiden.

Winterschnitt oder Sommerschnitt – Der richtige Schnitt beeinflusst die Obsternte an der Gartenhütte

Ein Winterschnitt soll das Triebwachstum stärker anregen als ein Sommerschnitt, der das Triebwachstum eher hemmen soll und eine verstärkte Blütenbildung anregt. Allerdings sind alle Regeln zum Baumschnitt eher relativ. Der richtige Baumschnitt hängt nämlich vom Klima ab, von der Unterlage, der Obstart und -sorte und nicht zuletzt Ihren Zielen, die Sie mit dem Schnitt verfolgen.

Es ist wohl klar, dass Bäume immer ein Gleichgewicht zwischen der Wurzel und den oberirdischen Teilen anstreben. Ein starker Rückschnitt führt also ganz leicht zu einem massenweisen Austreiben von neuen, langen Wasserschossen. Seien Sie sich dieses Gleichgewichtes immer bewusst, auch wenn es noch so reizvoll wäre, die neue Baumsäge in der Gartenhütte einmal richtig auszuprobieren.

Ein moderater Erhaltungsschnitt entfernt vor allem Triebe, die parallel zu älteren Ästen gewachsen sind, Triebe die ins innere Dunkel der Krone hinein wachsen und natürlich auch kranke oder abgestorbene Triebe.

Ein Formschnitt hilft bei jüngeren Bäumen, die gewünschte Art der Krone zu gestalten. Wenn Sie ihre Gartenhütte gerne mit aufrecht stehenden Hochstämmen mit kugelförmigen Kronen umgeben, dann wählen Sie nur drei Hauptäste aus, die sich nach außen dann zur Oberfläche der Krone hin immer weiter verzweigen. Senkrecht hochwachsende Triebe können Sie noch herunter biegen, so festbinden, und sie werden damit das weitere Längenwachstum hemmen und eine Blütenbildung anregen.

Wenn Ihnen Spalierobstreihen an der Gartenhütte besser gefallen, dann schneiden Sie so, dass lediglich ein Haupttrieb nach oben geht, von dem nach beiden Seiten hin die Seitenäste abgehen. Die „Kronen“-Form ist dann eher die einer Pyramide.

Zur Voranzucht von Gemüsen lässt sich eine frostfreie Gartenhütte auch nutzen

Vielleicht machen Sie ja sogar jetzt noch regelmäßig Gänge zur Gartenhütte hinunter, um dort Wintergemüse aus dem Schnee zu holen. Wie viel Sie davon noch haben, das hängt natürlich davon ab, wie stark Sie im Spätsommer mit Blick auf die Winter- und Frühjahrsernte vorgesorgt hatten.

Wer einmal den Geschmack und die Qualität von im eigenen Garten herangezogenem Obst und Gemüse zu schätzen gelernt hat, der wird versuchen, die Erntesaison durch periodische Neuaussaaten seiner Lieblingsgemüse möglichst über das ganze Jahr auszudehnen.

Eine Voranzucht kann, je nach Klimalage, zu ersten Ernten, beispielsweise von Radieschen, Rettichen, Kohlrabis oder Salaten schon im April und Mai führen, wenn die im Herbst ausgesäten Winterkulturen an der Gartenhütte zur Neige gehen.

Natürlich hat es keinen Sinn, jetzt etwa in den gefrorenen Boden unter den Schnee zu säen. Selbst bei Möhren, die durchaus schon Ende Februar ins Freiland gesät werden können, wartet man bis der Boden frostfrei ist und mindestens oberflächlich etwas abgetrocknet.

Man kann aber schon in der Wohnung aussähen und die Sämlinge dann unter Glas, unter Vlies, unter Folientunnel oder in abgedeckte Hoch- oder Frühbeete und natürlich Gewächshäuser auspflanzen. Dabei kommen auch die Gartenhütten wieder ins Spiel. Wenn Sie Ihre Gartenhütte mit einem Frostwächter ausstatten, die es elektrisch betrieben gibt oder auch mit Gas in Flaschen als Brennstoff, dann wäre ein Tisch vor dem Fenster oder eine erweiterte Innenfensterbank ein guter Platz für eine Frühanzuchtstation für die genannten Gemüse, sowie Kohlarten, wie Weißkohl, Grünkohl, Blumenkohl, Asia-Salate, Spinat, Kopf-, Pflück-, Eis- oder Feldsalate, Mangold, Brokkoli oder Rucola-Salat.

Dabei kommt es bei Temperaturen über Null eher zu einer Keimung. Die Pflanzen selber sind dann frostresistent. Wenn Ihr Frostwächter also die tiefsten Nachtfröste etwas abmildert, dann hat er seinen Zweck schon erfüllt. Es muss gar nicht immer über Null Grad in der Gartenhütte bleiben.

Radieschen können Sie in der frostfreien Gartenhütte vorziehen

Wenn man bei Wurzelgemüsen, wie Möhren, Schwarzwurzeln, Rettich und auch Rote Beete normalerweise eine Aussaat direkt an Ort und Stelle im Freiland bevorzugt, kann man Radieschen sogar auch in der frostfreien Gartenhütte vorziehen.

Dort oder notfalls auch drinnen im Warmen keimen sie schneller. Die Radieschen kommen aber schon im Keimblattstadium dann am besten ab Mitte bis Ende Februar nach draußen unter eine Lage Vlies oder Folie mit Lüftungslöchern. Nachts könnten Sie, wenn Kälte erwartet wird, eine zweite Lage Vlies darüber legen. So können sie mit allen frostfesten Frühgemüsen verfahren.

Nach zwei bis drei Wochen, also so etwa ab Mitte März lassen Sie die Jungpflanzen dann tagsüber offen und decken nachts nur noch mit einer Lage Vlies ab, wenn Sie eine kalte Nacht erwarten.

Auf diese Weise könnten Sie schon Ende Februar die ersten Keimlinge im Garten haben, wobei das zugegebenermaßen auch etwas von Ihrer Klimazone abhängt. In eher kalten Klimazonen verschiebt sich alles um zwei bis drei Wochen nach hinten.

Haben sie Erdbeeren an der Gartenhütte?

Wenn Sie schon im April gemütlich vor Ihrer Gartenhütte die ersten eigenen Erdbeeren genießen möchten, dann verfrühen Sie diese, indem Sie sie nachts mit Vlies, gelochter Folie oder einem Folientunnel abdecken. Bis die ersten Blüten da sind, können Sie sie auch tagsüber abgedeckt lassen, aber sobald Blüten da sind, werden die Erdbeeren tagsüber freigelegt, damit Bienen und Hummeln an die Blüten kommen.

Sind Quecken ungebetene Gäste an Ihrer Gartenhütte?

Gerade in Gemüsegärten breiten sich Quecken besonders gerne aus und viele Gärtner haben Probleme, sie einzudämmen. Wenn Sie einen ganzen Bereich von Quecken befreien möchten, dann lagern Sie über das Jahr immer wieder Pappe in der Gartenhütte ein, die Sie dann im Spätwinter nutzen, um den ganzen Bereich damit abzudecken. Darüber können Sie dann auch großzügig mulchen. Garten- und Küchenabfälle eignen sich dafür, Grasschnitt, Unkräuter, Laub oder notfalls auch gekauftes Heu oder Stroh. Nach einem Jahr werden Sie einen wunderbaren kompostreichen Boden an der Stelle haben. Wenn Sie nicht darüber gelaufen sind, brauchen Sie nicht mal umzugraben. Nutzen Sie den Bereich einfach, um dort neue Kulturen anzulegen oder Obst- oder Ziergewächse anzupflanzen.

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

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