Gärtnern am Gartenhaus – Hochbeete

Gärtnern am Gartenhaus – Hochbeete

Mit einigen Werkzeugen zur Holzbearbeitung in Ihrem Gartenhaus könnten Sie schon bald einen sonnigen Tag nutzen, um ein oder sogar mehrere Hochbeete zu bauen.

Hochbeete haben viele Vorteile und sie können auch in städtischer Umgebung mit wenig Platz, etwa in Hinterhöfen das Vergnügen ermöglichen, an der frischen Luft sein eigenes Gemüse anzubauen und die Befriedigung des Gärtnerns zu erleben. Wegen ihres „ordentlichen“ Aussehens eignen sie sich auch sehr gut für Vorgärten.

Natürlich sehen Hochbeete auch in größeren Gärten gut aus und sie haben viele Vorteile, auf die wir im folgenden Artikel zu sprechen kommen werden.

Der Selbstbau ist recht einfach und wir empfehlen ihn aus Kostengründen, Qualitätsgründen und damit Sie die Möglichkeit haben, die Abmessungen Ihres Hochbeetes am Gartenhaus selber zu bestimmen.

Vorteile eines Hochbeetes am Gartenhaus

  • Für passionierte Gärtner ist sicher die Verlängerung der Gartensaison am Gartenhaus ein wichtiger Grund für ein Hochbeet. Früheres Auspflanzen und spätere Erntezeiten bis in den Januar hinein sind möglich, wenn Sie ihre Beete mit einem klappbaren oder abnehmbaren Dach mit transparenter Folie versehen. Durch das Einbringen von abgestorbenem Pflanzenmaterial in die unterste Schicht entsteht eine Verrottung, die durch ihre Wärmeentwicklung den Boden aufwärmt. Eine natürliche Bodenschichtung mit halbverrottetem Kompost unter der Mulchschicht ganz oben wärmen den Boden und zusammen mit dem Schutz gegen kalte Winde und Schnee durch den Deckel entsteht ein Raum, auf dem Sie – geeignete Sortenwahl vorausgesetzt – fast das ganze Jahr hindurch anbauen können.
  • Gerade ältere Menschen hören manchmal mit der Gärtnerei auf, weil die Arbeiten auf dem flachen Boden ihren Rücken zu stark belastet. Ein Hochbeet können Sie je nach Gusto auf 1m bis 1,20m Höhe bringen und dann daran ganz aufrecht stehend gärtnern.
  • Durch ihre scharfe Abgrenzung nach außen und ihr ordentliches Aussehen passen Hochbeete auch in kleine Hinterhöfe, Vorgärten oder Gemeinschaftsgärten, wo vielleicht auch etwas Grün in städtischer Umgebung sehr willkommen ist.
  • Der ständige Kampf gegen die Bodenverdichtung mit Umgraben oder Fräsen hat ein Ende. Feste oder schwere Böden geben dem Gartenhaus einen sicheren Stand aber machen auch dem Gärtner viel Arbeit. In einem Hochbeet können Sie eine gleiche Mischung ihrer nomalen Gartenerde mit reifem Kompost verwenden. Das gibt eine lockere Bodenstruktur, in der sich leicht gärtnern lässt. Eine Schicht halbverrotteter Kompost darüber und oben drauf eine Schicht Mulch um ihre Pflanzen herum und fertig ist eine natürliche Bodenschichtung, die auch in ebenerdigen Gärten neuerdings immer mehr die alten Methoden umgraben oder fräsen ersetzt, weil Würmer, Gliedertiere und andere möglichen Bodenorganismen im Boden leben, dort Gänge graben, dort ihre Ausscheidungen hinterlassen und damit düngen. Es kommt hinzu, dass sie ein Hochbeet nicht betreten, so dass diese künstliche Verdichtung ebenfalls wegfällt.
  • Der Trend zum Naturgarten hat den Zwang, dass ein Garten „ordentlich“ auszusehen hat, glücklicherweise schon weitgehend durch eine neue Auffassung von Ästhetik, in der das Wilde, Natürliche, Bunte und Unberechenbare der Natur einen Platz gefunden hat, ersetzt. Wenn Sie genug Platz im Garten haben, sollten Sie auf jeden Fall eine Ecke der Natur überlassen. Damit helfen Sie dann auch „Nützlingen“, wie Wildbienen oder Vögeln. Eine solche Ecke eignet sich auch oft gut, um Ihr Gartenhaus dort malerisch hinein zu bauen. Dennoch kann der genutzte Bereich auch gerne weiter „ordentlich“ aussehen und da vermitteln Hochbeete einen gefälligen, aufgeräumten Eindruck.
  • Auf ebenerdigen Beeten haben sie schneller Unkrautbewuchs. Manche Grasarten oder auch Wildkräuter wachsen zum Beispiel immer sehr schnell mit oberirdischen Ablegern in die Beete hinein. Dieses Problem haben Sie in Hochbeeten nicht. Auch Samen verirren sich seltener in Hochbeete.
  • Schnecken machen sich eher selten auf die lange Reise das Hochbeet hinauf, Falls Sie noch etwas engmaschiges Drahtgitter – etwa einen Kaninchenzaun – im Gartenhaus haben, dann legen sie ihn auf dem Boden des Hochbeetes aus, um Wühlmäuse daraus fern zu halten. Auch die Wespen und Vögel, die sie mit ihrer Naturecke unterstützen, werden Ihnen bei der Abnahme lästiger Mitesser helfen. Eine sinnvolle Mischkultur mit sich unterstützenden Pflanzen und eine gut geplante Fruchtfolge auf lebendigem und durch den Mulch gut genährten Boden und nicht zuletzt etwa Toleranz für unsere tierischen Freunde, die halt auch mal etwas Leckeres essen möchten, machen konventionelle „Schädlingsbekämpfung“ dann oft überflüssig.

Aus welchem Material bauen Sie Ihr Hochbeet am Gartenhaus?

Ob Sie ein normales Gartenhaus aus Holz haben, einen Geräteschuppen oder sogar eines unserer Gartenhäuser mit integriertem Geräteschuppen: Ein Hochbeet aus Holz würde vom Stil her gut zu Ihrem Gartenhaus passen. Aber natürlich sind auch gemauerte Hochbeete eine Möglichkeit. Wenn Sie die Zeit und das Wissen haben, sie so zu bauen, dass sie nicht etwa durch den Druck der Erde wieder auseinander gedrückt werden, sehen sie verputzt schließlich auch gut aus und halten dann sogar länger also Hochbeete aus Holz, die ungeschützt im Schnitt nur etwa 8 bis 12 Jahre Lebenserwartung haben.

Wie bei Ihrem Gartenhaus sind Holzschutz und Trockenheit die Schlüssel für eine lange Haltbarkeit und Trockenheit ist ja in Beeten eher weniger erwünscht. Also bliebe immer noch die Möglichkeit, die Konstruktion von innen mit Folie auszukleiden. Der Boden bleibt dabei offen; zum einen um eine gute Drainage zu gewährleisten und zum anderen haben die Wurzeln der Pflanzen dann auch die Möglichkeit, weiter nach unten in den Boden unter dem Hochbeet hineinzuwachsen und sich dort zusätzliche Nährstoffe zu holen.

Es gibt auch niedrige Hochbeete, die zum Teil nur 20 bis 30cm hoch sind. Sie haben auch schon viele Vorteile nur den des stehenden Gärtnerns natürlich nicht. Sie können auch einfach mit einer Reihe von Bausteinen, die vielleicht mit Stangen aus Baustahl im Boden verankert werden, gebaut werden oder mit flach hingelegten Baumstämmen umgrenzt.

Welche Abmessungen eignen sich für ein Hochbeet am Gartenhaus?

In beengten Verhältnissen bestimmt der zur Verfügung stehende Platz die Größe des Hochbeetes. Wenn Sie im Garten am Gartenhaus noch viel Platz haben, dann können Sie auch sehr lange Hochbeete bauen. Das hätte den Vorteil, dass Sie recht viel Pflanzfläche gewinnen, ohne viel Material für Voder- oder Rückwände zu verbrauchen.

Während sowohl die Höhe von 20cm bis zu 1m oder sogar 1,20m und die Länge ganz frei wählbar sind, ist eine Breite von nicht mehr als 1,20m zu empfehlen, damit Sie von den Seiten aus noch leicht bis in die Mitte hantieren können.

Sie können Hochbeete auch als Strukturelemente einsetzen: So könnten Sie etwa einen Platz – vielleicht eine Rasenfläche zum Spielen oder einen Bouleplatz vor dem Gartenhaus mit Hochbeeten regelrecht vom dahinterliegenden Gemüsegarten abgrenzen.

Für Hochbeete ab 2 Meter Länge und etwa 50cm Höhe sollten Sie das Gewicht der Gartenerde darin mit berücksichtigen und Querstreben einbauen, die verhindern, dass die Längswände durch das Gewicht auseinandergedrückt werden.

Nutzen Sie die ersten schönen Tage noch aus, reaktivieren Sie Ihr Gartenhaus, bauen Sie sich ein Hochbeet und erfahren eine etwas andere, angenehme Art des Gärtnerns!

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie  Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

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