Gartenhäuser aus Holz – Welche Arten und Unterschiede gibt es?

Eine Entscheidungshilfe

Gartenhäuser aus Holz sind auf dem Vormarsch. Einerseits ist das Gärtnern selber wieder modern geworden, weil sich seine vielen Vorteile herumgesprochen haben, andererseits erfordert die Vielzahl der Dinge, die wir besitzen, fast schon zwingend neue Strukturen, die uns helfen, diese sinnvoll zu ordnen und zu lagern. Eine solche Ordnungsmaßnahme besteht zum Beispiel auch darin, die Gartengeräte und -materialien nicht in der Garage und auch nicht im Keller zu verwahren, sondern eben in einem Gartenhaus im Garten, wo sie hingehören.

Gartenhäuser aus Holz – Welche Arten und Unterschiede gibt es?

Für andere bedeutet ein Gartenhaus die Möglichkeit, den Garten als Wohnraum zu nutzen, dort Möglichkeiten zu schaffen, die vorher nicht da waren, wie etwa eine Werkstatt, eine Sauna, ein Spielhaus für die Kinder, einen Hobbyraum, eine Gartenlounge, ein Büro im Garten, einen Gästeraum oder auch eine Mischung aus verschiedenen Anwendungen. Viele große Firmen fanden ihren Ursprung auch in so einem Gartenhaus.

Bei unserem Versuch, in die verschiedenen Arten von Gartenhäusern, die auf dem Markt angeboten werden, eine sinnvolle Ordnung hinein zu bringen, werden wir nicht mehr darauf eingehen, ob das Gartenhaus aus Holz oder aus anderen Materialien gebaut sein sollte. Darauf sind wir schon wiederholt an anderer Stelle eingegangen und das Fazit war für uns klar: Für Gartenhäuser ab einer bestimmten Größe, die dann auch für multiple Zwecke nutzbar sein sollen, ist Holz ganz klar die beste Option und die Marktdaten bestätigen, dass unsere Kunden das genauso sehen.

Wie kann man die Vielfalt der angebotenen Gartenhäuser ordnen?

Um eine Übersicht über verschiedene Arten von Gartenhäusern zu bekommen, kann man auf verschiedene Eigenschaften achten, die für die Funktion interessant sind. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Stil
  • Größe
  • Wandstärke
  • Bauweise
  • Sonderfunktionen

Natürlich ließen sich auch andere Kategorien finden, wie etwa Zimmerzahl bei größeren Gartenhäusern, die man dann auch schon eher als Blockhäuser oder Blockbohlenhäuser bezeichnen würde oder Dachform, etwa eine Einteilung in Flachdach, Giebeldach und andere Dachformen. Ebenfalls die verwendete Holzart, die Frage, ob das Holz vor der Auslieferung behandelt oder getrocknet wurde oder nicht und andere Kategorien ließen sich denken.

Da wir uns hier mehr auf unsere eigenen Modelle konzentrieren, können wir einige Kategorien weglassen. So werden alle unsere Gartenhäuser aus dem Holz der Nordischen Fichte gefertigt, das Holz wird vor der Bearbeitung in Trocknungsöfen langsam auf 18% Wassergehalt heruntergetrocknet und wir liefern den Unterboden immer vorbehandelt aus.

Stil

Hier lässt sich vor allem ein „normaler“ Stil von einem modernen oder kontemporären Stil unterscheiden. Gartenhäuser in modernem Stil besitzen meist Flachdächer und schlichte Formen mit langen Perspektiven, die zu einer zeitgenössischen minimalistischen Architektur passen. Sie besitzen meist raumhohe Fenster und zeigen generell viel mehr Fensterfläche als Gartenhäuser, die vorwiegend als Mittelpunkt für Gartenarbeiten konzipiert sind. Unnötig zu sagen, dass moderne Gartenhäuser bei uns generell doppelverglast sind, da sie ja zum Aufenthalt geeignet sein sollen.

Eine weitere Stilform findet sich in der Sonderform der Gartenpavillons. Diese sind im Gegensatz zu den üblichen rechteckigen Grundrissen sechs- bis achteckig, haben Pyramidendächer und sehen so etwas verspielter und dekorativer aus, als „normale“ Gartenhäuser. Ihre rundliche Wabenform erinnert an natürliche Formen und sie laden auch durchaus ein, sie durch eine entsprechende Gestaltung des Umfelds als dekorative Elemente des Gartens in Szene zu setzen.

Größe

Gartenhäuser, die Sie vielleicht als Heilpraktikerpraxis, als Kindergarten oder Schulzimmer nutzen möchten, brauchen natürlich eine andere Größe als solche, die lediglich fünf Gartenwerkzeuge und eine Schubkarre aufnehmen sollen. Aus der ins Auge gefassten Nutzungsart ergibt sich ein Erfordernis an den Raum.

Wir unterscheiden:

Ein kleiner Tipp: Wenn Sie noch mehr Platz bis zu 100m² benötigen, dann suchen Sie auch in der Kategorie Blockhäuser!

Bei der Auswahl der passenden Größe für Ihren individuellen Verwendungszweck beachten Sie bitte auch, dass sich ein überdachter, trockener und sicherer Raum im Garten immer zur Verwahrung von allem möglichen anbietet, was im Haus keinen Platz findet. Die Praxis zeigt, dass Gartenhäuser am Ende fast immer einer Mischnutzung unterliegen. Planen Sie also lieber von Anfang an reichlich mehr Platz ein, als was Sie für Ihren Hauptverwendungszweck benötigen!

Wandstärke

Gartenhäuser, die für eine ganzjährige Benutzung vorgesehen sind und dann meist auch als Investition für viele Jahrzehnte geplant werden, sollten eine solide Wandstärke mitbringen, die nicht nur die Isolierung unterstützt, sondern auch eine gute Stabilität bietet. Für mittelgroße bis große Gartenhäuser sind Wandstärken von 40 – 44mm am beliebtesten.

Wir statten alle Wandbohlen ab 40mm mit Doppelnut und Feder-Verbindungen aus, damit die Wände ganz dicht und stabil bleiben. Modelle mit 70mm Wandstärke bringen alleine durch das Holz, ein bekannt guter natürlicher Isolator, eine Wärmedämmwirkung mit, die der einer 42cm dicken Mauer entspricht.

Gartenhäuser oder Blockbohlenhäuser, die als Hauptwohnsitze oder auch als Ferienhäuser, Wochenendhäuser, Gästehäuser oder Büroräume vorgesehen sind, profitieren in Hinsicht auf Stabilität, Lebensdauer und Energiesparpotential von Wandstärken von 70 bis 92mm.

Kleine Gartenhäuser, Geräteschuppen, Pavillons, die meist nicht als Hauptwohnsitze vorgesehen sind können auch in 28mm Wandstärke ausreichend stabil sein. Sie sind leichter und werden durch Einsparung des wertvollen Rohstoffes Holz dann auch preisgünstiger angeboten.

Die Wandstärke von 58mm hat eine Mittelfunktion, in der durchaus schon bewohnbare Gartenhäuser und moderne Gartenhäuser sehr solide gefertigt werden, die dann aber im Vergleich zu den 70mm Modellen preislich günstiger liegen.

Bauweise

Unsere Bauweise für Gartenhäuser ist die klassische skandinavische Bauweise der meisten professionellen Qualitätsanbieter, nämlich die Blockbohlenbauweise. Lediglich bei einigen Modellen von Gartenpavillon nutzen wir eine Elementbauweise.

Die Blockbohlenbauweise stabilisiert die Gebäude ausschließlich durch stabile Eckverbindungen der Wandbohlen. Damit ist sie der im Laienbereich oft anzutreffenden Rahmenbauweise überlegen, bei der erst ein Balkengerüst errichtet wird, welches dann mit Brettern verkleidet wird. Dazu werden Schrauben oder Nägel genutzt, die dann als metallische Wärmebrücken Kälte nach innen leiten und manchmal leider auch Feuchtigkeitskanäle eröffnen, entlang derer sich dann Moder entwickeln kann.

Die Blockbohlenbauweise kommt dagegen prinzipiell ganz ohne metallische Teile aus, wobei auch dort die Vorteile ingenieursmäßiger Lösungen mit metallischen Wandankern oder Befestigungen etwa zwischen Wänden und Dachstühlen zugunsten eine einfachen Konstruktion und als Kostenersparnis genutzt werden.

Sonderfunktionen

Hier lassen sich Kombinationen aus Gartenhäusern mit Geräteschuppen anführen. Damit reagieren wir auf die Tatsache, dass Gartenhäuser für sehr verschiedene Funktionen genutzt werden und können bei einer Nutzung als etwa als Studio, Sauna, Büro, Gartenlounge, Gästezimmer eine Verschmutzung des Innenbereichs etwa durch Gartenwerkzeuge und ähnliches vermeiden.

Grillkotas und Grillpavillons haben einen zentralen Grill schon eingebaut, der zum Grillen etwa ihrer Gartengemüse oder auch als Heizung genutzt werden kann (Achtung: „Feuerstellen“ erfordern eine Baugenehmigung) und Saunen sind Gartenhäuser, die sich besonders für den Ausbau zur Gartensauna eignen.

Bei Fragen oder Anregungen, kontaktieren Sie uns oder rufen Sie  Dean unter der Nummer 0 89 3803 5582 an.

Schreibe einen Kommentar