Das Ferienhaus für den Winter fit machen

Veröffentlicht am: 23.10.2020  /  Zuletzt aktualisiert am: 26.05.2023

Das Ferienhaus für den Winter fit machen

Ein eigenes Ferienhaus könnte in der nahen Zukunft die ideale Lösung für erholsame Urlaube trotz der durch die Covid-Pandemie ausgelösten Reisebeschränkungen sein. Eine Isolierung, beziehungsweise Wärmedämmung, die durchaus auch in mehreren Schritten nach und nach erfolgen kann, verringert Ihre Heizkosten und ermöglicht die Nutzung Ihres Ferienhauses sogar im tiefen Winter, etwa für Ski- oder Schlittenurlaube im Schnee. Für neu zu errichtende Ferienhäuser könnte ein erster Schritt sein, unser optional bestellbares Isolierpaket für Böden und Decken gleich mit zu erwerben. Als weiteren Schritt könnten Sie eine zusätzliche Isolierung der Wände in Betracht ziehen.

Ein Ferienhaus aus Holz bringt hervorragende Voraussetzungen mit

Gartenhäuser und Blockhäuser, die sich für eine Nutzung als Ferienhaus eignen, finden Sie bei uns in großer Vielfalt. Die Grundmodelle sind reine Holzhäuser im Blockbohlenbau, also mit stabilen Eckverbindungen der Wandbohlen, ausgeführt. Diese Holzbauten sind ab 40mm Wandstärke mit Doppelnut und Feder Verbindungen absolut winddicht und durch die hervorragende Wärmedämmwirkung von Holz auch bereits für eine Beheizung geeignet.

Als Ferienhaus, welches halt nur während der Sommerferien oder vielleicht auch im Herbst oder in den Osterferien genutzt wird, bringen diese Blockbohlenhäuser eine gute, natürliche Isolierung mit und während der meist nur wenige Wochen dauernden Aufenthalte wird auch nicht sehr viel Heizmaterial verbraucht. Wenn es geht, stellen Sie die Heizung im ungenutzten Wohnhaus während dieser Zeit ganz herunter oder schalten sie ganz aus, so dass Sie insgesamt durch den Urlaub im eigenen Ferienhaus Heizkosten sparen, da diese Ferienhäuser ja meist etwas kleiner sind, als das Wohnhaus, so das Sie weniger Raum beheizen müssen. Für eine Nutzung im tiefen Winter oder auch wenn Sie das Ferienhaus während Ihrer Abwesenheit vermieten und so die Heizperioden länger werden, können Sie eine Isolierung in Betracht ziehen, wenn Sie dadurch Heizkosten in größerem Umfang einsparen können. Wie das geht, dazu unten mehr.

Welche Heizung eignet sich für ein Ferienhaus?

Natürlich können Sie jede Art von Heizung verwenden, die Sie für sinnvoll halten. Das geht von sparsamen Brennwertöfen, die in passenden Größen selbst für sehr kleine Ferienhäuser angeboten werden, über alternative Konzepte, wie Erdwärme, solarunterstützte Heizungen über einfache Holzöfen, Kachelöfen oder Kaminöfen, bei denen das Feuer gut sichtbar hinter einer Scheibe brennt bis hin zu offenen Kaminen, die auch wieder auf viele Arten ausgeführt werden können, entweder ganz einfach oder auch eine zentrale Warmwassereinheit unterstützend, die sowohl Brauchwasser als auch Heizwasser bereitstellen kann. Ein passendes Konzept hängt von den Umständen ab, etwa:

  • Wie groß ist das Ferienhaus?
  • Hat es mehrere Räume?
  • Steht leicht beschaffbares Holz als Brennmaterial zur Verfügung?
  • Welches Konzept gefällt Ihnen und vermittelt Ihnen eine entspannte Urlaubsstimmung?
  • Was kostet es?

Ein Tipp: probieren Sie für Ihr Ferienhaus einmal etwas, was Sie im Wohnhaus noch nicht haben! Unterschiedliche Konzepte zuhause und im Ferienhaus erhöhen den Urlaubswert, indem Sie im Urlaub einfach einmal die Gelegenheit bekommen, Dinge anders zu machen, als im Alltag.

Ein offener Kamin fördert die Blockhaus-Stimmung

Ein offener Kamin im Ferienhaus schafft natürlich gerade in Häusern, in denen das Holz noch gut sichtbar ist auch andere, romantische Assoziationen an das einfache Leben im Blockhaus in der Wildnis. Auch nach einem Skiausflug die kalten Zehen an einem hell lodernden offenen Feuer zu wärmen, während Sie draußen die Eiszapfen vor den Fenstern sehen, hat eine Form von Romantik, die man nicht so leicht vergisst und die auch bei vermieteten Ferienhäusern gut bezahlt wird. Ein Argument dafür, nach einer Isolierung der Wände, die Innenauskleidungen nicht aus Platten zu machen, die dann tapeziert oder angestrichen werden, sondern aus Holzpanelen, um die Blockhausatmosphäre zu erhalten.

Welche Arten von Isolierung eignen sich für ein Ferienhaus aus Holz?

Erstmal sollten Sie sich freuen, dass Sie Holz als Baumaterial für Ihr Ferienhaus gewählt haben. Naturvollholz, gerade das Holz von Nadelbäumen, ist ein Wärmedämmstoff per se und erreicht als Baumaterial mit die besten Wärmedämmwerte. So erreichen Sie mit Holzbohlen von 70mm Stärke eine Wärmedämmung für die Sie eine Steinmauer 42cm dick machen müssten. Dennoch hilft auch bei Ferienhäusern aus Holz eine weitere Isolierung, Heizkosten zu sparen.

Für eine baubiologisch einwandfreie Isolierung können Sie mit natürlichen Dämmstoffen arbeiten, die die Atmungsaktivität Ihres Holzes nicht behindern. Zu erwähnen wären etwa

  • Glaswolle
  • Mineralwolle
  • Holzwolle
  • Kork
  • Zellulose
  • Flachs
  • Hanf
  • Schilf, Stroh oder Gras
  • Jute
  • Kokosfaser
  • Blähton

Die meisten dieser Materialien werden sowohl als lose Dämmungen, wie auch als zuschneidbare Platten angeboten und sind mit Holz gut verwendbar. Sogar Stroh-Lehm-Gemische, wie sie sich in Fachwerkhäusern in Verbindung mit Holz jahrhundertelang bewährt haben, können eingesetzt werden.

Innen- oder Außenisolierung?

Wie bei jedem anderen Haus haben Sie auch bei einem Ferienhaus aus Holz prinzipiell die Wahl innen oder außen zu isolieren. Blockbohlenhäuser werden nicht nur wegen der günstigen Kosten gewählt, sondern oft auch wegen ihrer ansprechenden Optik. Sie wählen also auch, ob Sie den Anblick Ihrer Original-Holzbohlen lieber von innen oder von außen genießen möchten. Da eine Außenisolierung etwas aufwendiger ist, weil man außen eine wetterfeste Schicht benötigt, entscheiden sich die meisten für eine Isolierung von innen. Dabei kann auch eine auf Luftfeuchtigkeit ihre Dampfdurchlässigkeit anpassende Polyamidfolie zum Einsatz kommen, die verhindert, dass während der Heizperioden feuchte, warme Luft aus dem inneren durch die permeablen Schichten hindurchdringt und an den kalten Außenbohlen kondensiert. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Folien im Vergleich mit Folien konstanter Permeabilität, wie etwa PE (Polyethylen) – Folien, eine Trocknung der äußeren Bereiche fördern.

Die wichtigsten Bereiche: Decken und Böden

Die größte Wämemenge geht natürlich immer nach oben verloren, da warme Luft ja bekanntlich nach oben steigt. Ein anderer sensibler Bereich ist der Boden, wo die Kälte vom Untergrund abgewehrt werden soll.

Je nach Wandstärke Ihrer Wandbohlen, etwa ab 40mm über 70mm bis hin zu dickeren Wandstärken, die wir auch anbieten, können Sie sich mit einer zusätzlichen Isolierung der Wände Zeit lassen und sich zunächst mal um die wichtigsten Bereiche, nämlich Decken und Böden kümmern.

Für den Anfang empfehlen wir unsere Isolationspackete, die Sie mit jedem als Ferienhaus geeigneten Modell bei uns mit bestellen können. Wir haben eine ausführliche Anleitung erstellt, wie Sie diese installieren, in der Sie gegebenenfalls auch Tipps für eine weitergehende Isolierung der Wände finden.

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