Wie sichern Sie Ihr Gartenhaus gegen Einbrecher ab?

Gartenhaus

Ein Gartenhaus, eine Gartenlaube oder jede Art von Gartenhütte kann ein Ziel von Einbrechern werden. Dabei ist deren Ziel nicht unbedingt, das Fahrrad oder der Rasenmäher, die sich vielleicht darin befinden, sondern möglicherweise eher die Spitzhacke, Brechstange oder der Bolzenschneider darin. Auch einfache Gartengeräte, wie ein Rechen oder ein Spaten können von Einbrechern zweckentfremdet werden, um sie als Einbruchswerkzeuge in Ihr Haus zu missbrauchen. Eine Sicherung gegen Diebe am Gartenhaus kann also auch die Sicherheit des Haupthauses ganz erheblich verbessern.

Aber nicht nur Einbrecher könnten versuchen, in Ihr Gartenhaus einzudringen; manchmal sind es auch Teenager auf einem Abenteuer-Trip oder Obdachlose, die vielleicht einen Ort suchen, wo sie die Nacht verbringen können. Also gibt es auch Gartenbesitzer, die ihre Gartenhäuser erst gar nicht abschließen, sondern stattdessen ein paar Flaschen Trinkwasser und vielleicht ein paar Konserven mit einem Dosenöffner dort auf den Tisch stellen, um ihren ungebetenen Gästen etwas Gutes zu tun.

Man braucht nicht extra zu erwähnen, dass sie natürlich keine Sachen von höherem Wert dort verwahren. Die Idee: Wenn das Gartenhaus sowieso schon offen ist, geht auch nichts kaputt bei dem Versuch, es aufzubrechen.

Wenn das nicht Ihr Ding ist oder wenn Sie Ihr Gartenhaus nutzen, um dort Sachen zu verwahren, dann ist die gute Nachricht, dass die meisten Gartenhäuser aus Holz recht wirksam gegen unbefugtes Betreten abgesichert werden können.

„Wirksam“ heißt in dem Fall, dass es so gut abgesichert ist, dass ein Einbrecher eine Menge Lärm machen müsste oder einfach mehr Zeit aufwenden müsste, als ihm die vermutete Beute wert ist. Wenn man Statistiken sieht, dass etwa ein Drittel aller Gartenhäuser fast gar nicht abgesichert sind, dann bedeutet das auch, dass ein potentieller Einbrecher genug Auswahl hat und sich nicht unbedingt mit einem gut abgesicherten Gartenhaus herumärgern möchte.

Wir haben hier einmal einige einfache Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihr Gartenhaus am besten gegen Einbrecher schützen können.

Gartenhaus sichern: Türen und Fenster sind die Top-Priorität

Die Tür ist beim Gartenhaus die Stelle, wo es betreten werden kann und daher müssen wir uns zunächst auf diese konzentrieren. Durch die Wände geht es meist nur bei selbstgebauten Gartenhäusern, wo dünne Leisten leicht mit einer Nagelklaue gelockert werden können.

Die Türe sollte ein Zylinderschloss mit einem Schutzbeschlag haben. Der Schutzbeschlag wird dabei vor dem Zylinder so montiert, dass der Zylinder nicht aufgebohrt werden kann. Günstig für eine sichere Türe wäre eine Wandstärke von mindestens 40mm. Die Türe sollte so im Rahmen sitzen, dass sie nicht von unten hoch gehebelt werden kann.

Die Stifte in den Scharniere sollten weder herausnehmbar sein, noch etwa mit Gewalt herausgeschlagen werden können.

Bei Einzeltüren wären Bolzen, die oben und unten sicher einrasten gut, bei Doppeltüren sind sie an dem Flügel, der zuerst aufgemacht wird, unverzichtbar. Die Führung, wo sie einrasten sollte natürlich solide und gut befestigt sein und von außen nicht erreichbar.

Für die Fenster gelten im Prinzip dieselben Regeln. Diese haben den Vorteil, dass die Zylinderschlösser von außen gar nicht sichtbar sind. Ein Einbrecher, der also versucht, ein Fenster auf zu hebeln, könnte sich wundern, dass es nicht klappt. Splitterschutzfolien machen das Glas praktisch undurchdringbar.

Noch besser wäre, dem Einbrecher gleich die Lust daran zu verderben, überhaupt mit dem Fenster anzufangen, wenn Sie von innen ein passendes Gitter in den Fensterrahmen schrauben. Wenn Ihnen das zu aufwendig ist, dann tut es auch ein Stück stabiler Maschendraht, etwa 15cm länger und breiter als die Fensteröffnung. Sie knicken die äußeren 7,5cm auf jeder Seite um und klemmen sie mit Holzleisten, etwa in der Stärke von Dachlatten, die Sie von innen an den Fensterrahmen schrauben, fest.

Ein Einbrecher, der solche Fenster sieht, wird in 99% der Fälle schon gleich die Lust verlieren. Zusätzlich schützen Vorhänge vor allen Fenstern davor, von außen zu sehen, was in Ihrem Gartenhaus ist.

Einige einfache Maßnahmen können Ihr Gartenhaus sicherer machen

Es gibt eine Menge Tipps darüber, wie Sie Haus und Gartenhaus vor Einbrechern schützen im Internet zu finden, etwa auf den Webseiten der Polizei. Hier möchten wir nur mal eine Auswahl von besonders einfachen und effektiven Ratschlägen aufführen:

  • Wenn Sie für längere Zeit (etwa mehr als einen Tag) verreisen, dann machen Sie das nicht so offensichtlich. Bitten Sie Nachbarn, Post und Prospekte regelmäßig zu entfernen und möglicherweise auch, den Mülleimer mit raus zu stellen.
  • Zeitschaltuhren können Beleuchtungen nach Schema oder auch zufällig ein- und ausschalten, so dass das Haus von außen bewohnt aussieht.
  • Es gibt sogar Leuchten, die das flackernde Licht eines laufenden Fernsehers imitieren
  • Außenlichter, besonders im Bereich um das Gartenhaus könnten durch einen oder besser noch verschiedene Bewegungsmelder eingeschaltet werden. Sorgen Sie dafür, dass die Kabel möglichst geschützt und versteckt verlaufen.
  • Verwahren Sie Werkzeuge – auch Gartenwerkzeuge – immer verschlossen
  • Wenn Sie besonders wertvolle Sachen haben, dann könnte ein Tresor oder ein starker Stahlschrank eine gute Sicherung sein
  • Stellen Sie sich gut mit Ihren Nachbarn. Tauschen Sie Telefonnummern aus und verabreden Sie, dass Sie sich gegenseitig informieren, wenn etwas Ungewöhnliches am Haus oder am Gartenhaus vorgeht.

Natürlich gibt es für Problemgebiete oder für besonders besorgte Besitzer auch noch effektivere Schutzmaßnahmen für die Gartenhäuser: Alarmanlagen können durch Erschütterungen, Öffnungen oder Betreten ausgelöst werden und können entweder lauten Alarm auslösen oder auch einen verdeckten Alarm, wo sie lediglich ein paar Telefonnummern wählen, etwa Ihre und die der Polizei oder eines privaten Sicherheitsunternehmens, damit der Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden kann.

Natürlich ist auch Kameraüberwachung sehr effektiv. Dabei werden die Filme für einen gewissen Zeitraum gespeichert, so dass man hinterher den Verlauf der Ereignisse nach verfolgen kann.

Aber, wenn Sie die oben angeführten einfachen Maßnahmen beachten, dann gibt es gute Chancen, dass Sie die teuren elektronischen Schutzmaßnahmen gar nicht benötigen werden.

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