Einen Holzpavillon in die Gartenarchitektur einbinden

Einen Holzpavillon in die Gartenarchitektur einbinden

Ein Holzpavillon verschönert den Garten nicht nur, er macht ihn auch bewohnbarer. Er ist eine Wohlfühloase im Garten, wo Sie Schutz vor Regen oder an heißen Tagen vor zu viel Sonne finden, vielleicht mit Holzbänken ausgestattet oder warum nicht auch mit gemütlichen, gepolsterten Gartenmöbeln?

Ein Holzpavillon ist funktional aber auch auf ganz verschiedene Arten nutzbar vom überdachten Sitzplatz im Garten, über die Zentrale für Ihre Gartenpartys bis hin zu der Nutzung als logistisches Zentrum der Gärtnerei. Auch für gemeinsame Essen im Garten mit Freunden und Familie, für Spielerunden oder Spezialaufgaben, wie als Poolhaus, kleine Werkstatt oder Arbeitszimmer eignet er sich.

Für die Gartenarchitektur bietet ein Pavillon in den meisten Fällen mehr Optionen, als ein einfaches, schmuckloses und funktionales Gartenhaus. Wie können Sie so einen Pavillon am besten in ihren Garten integrieren? Darüber im Folgenden mehr.

Es gibt verschiedene Arten von Holzpavillons

Holzpavillons können vier-, sechs- oder achteckig sein und dabei quadratische oder runde Grundrisse aufweisen, in denen alle Seiten gleich lang sind oder auch rechteckig sein, wenn zwei Seiten länger sind, als die anderen. Sie können offen sein, halbgeschlossen oder ganz geschlossen, etwa mit Fenstern und verschließbarer Türe. Dementsprechend variabel sind auch die Nutzungsarten.

Die Art, wie Sie Ihren Holzpavillon nutzen möchten bestimmt den Standort und setzt damit den Rahmen für die Einbindung Ihres hölzernen Schmuckstücks in Ihre Gartenarchitektur. Die schon bestehende Gartenarchitektur, in die sich Ihr neuer Gartenpavillon einfügen soll, ist bestimmend für den Stil. Natürlich erwarten Sie von einem solchen gartenarchitektonischen Highlight, wie einem Holzpavillon auch neue Akzente und eine Inspiration und Bereicherung für Ihre Gartengestaltung.

Wie viel Platz braucht der Holzpavillon im Garten

Eine wichtige Frage, die den Standort für den neuen Holzpavillon bestimmt, ist wie viel Platz Sie überhaupt haben, beziehungsweise, wie viel Platz Sie für den Pavillon frei machen möchten. In den wenigsten Fällen werden Sie ein solches Gebäude ganz ohne irgendwelche Umpflanzungen und Bodenarbeiten in einen schon länger bestehenden Garten integrieren können. Als Holzgebäude braucht der Gartenpavillon natürlich einen trockenen, unter Umständen drainierten Standort mit einem Fundament, welches Bodenfeuchtigkeit fernhält. In günstigen Fällen reicht dazu ein Fundament aus auf einer Trennschicht aus feinem Schotter und Sand verlegten Gehwegplatten. In anderen Fällen könnten auch andere Fundamentarten angebracht sein.

Hausbesitzer, die eine Garten gerade erst neu anlegen, haben es da natürlich einfacher, einen ganzen Garten mit einem Holzpavillon darin von Anfang an perfekt zu planen.

Zur Platzierung eines Pavillons als zentrales Element, vielleicht sogar auf einem Hügel in der Mitte des Gartens, braucht der Garten eine gewisse Größe. Für kleinere Gärten könnte es besser sein, den Platz im Zentrum frei zu lassen und den Holzpavillon an den Rand zu stellen.

Nutzung und Standort

Ebenso entscheidend für den Standort kann die geplante Nutzung sein. Eine Nutzung als schattiger Sitzplatz mit Rundumblick oder für das gepflegte Kaffeekränzchen mit Freundinnen könnte ja durchaus der zentrale Hügel sein. Für Gartenpartys ist ein freier Zugang wichtiger und dass Sie vielleicht noch weitere Gartenmöbel um den Holzpavillon herum aufstellen können. Dann also lieber ohne künstlichen Hügel. Natürlich lassen sich Hügel auch mit Stufen anlegen, die dann – vielleicht sogar mit Kissen oder Sitzpolstern ausgestattet auch als Sitzplatz dienen können. Der Phantasie beim Thema: „Wie mache ich meinen Garten schöner und erhöhe gleichzeitig seinen Freizeitwert?“ sind, wie immer, keine Grenzen gesetzt.

Für eine Nutzung als Arbeitszimmer werden Sie vermutlich eine geschlossene Bauweise vorziehen und den Pavillon lieber etwas geschützt an einen Rand des Gartens stellen. Am Rand sind alle Nutzungsarten gut aufgehoben, die etwas Zurückgezogenheit oder Konzentration verlangen, ob das das Atelier für den Künstler, der Meditationsretreat oder der Yoga-Übungsraum ist. Wenn Sie sehr unter der Sommerhitze leiden, finden sich am Rand auch häufiger Bäume, Hecken oder hohe Büsche, die etwas Kühlung bieten.

Gartenideen für den Holzpavillon

Wir möchten einmal einige Ideen auflisten, die vielleicht etwas über die Möglichkeit hinausgehen, einfach Bäume, Büsche, Stauden, Rasen oder Blumen am Holzpavillon oder um diesen herum zu arrangieren.

  • Offenes Wasser: Sie brauchen keinen See, wo Sie dann den Holzpavillon malerisch auf einer Landzunge platzieren, die in den See hineinragt. Jedes bisschen offenes Wasser wirkt in Verbindung mit einem Gartenpavillon aus Holz malerisch. Denken Sie an die Gestaltungselemente der asiatischen Gartenlehre: Wasser, Holz, Stein und Metall. Ein paar größere Steine am Rand des Gartenteiches, vielleicht noch eine Statue aus Metall oder eine Lampe mit metallischer Oberfläche? Schon haben Sie die wichtigsten Elemente zusammen. Der Wind, als fünftes Element kommt von alleine und der Schein der Lampe symbolisiert das Feuerelement.
  • Rankgitter: Wie wäre es, den Holzpavillon malerisch halb überwachsen zu lassen? Aber Sie lassen geeignete Rankpflanzen, wie etwa Efeu im Schatten oder wilden Wein oder eine Kletterrose für den sonnigen Standort, nicht direkt über den Pavillon wachsen, wo sie die Luftzirkulation, die für die lange Lebensdauer des Holzes wichtig ist, behindern würden, sondern Sie errichten ein weitmaschiges Rankgitter parallel zu den Wänden in beliebigem Abstand. Dasselbe Rankgitter könnte auch eine Terrasse am Pavillon abgrenzen.
  • Der Weg zum Holzpavillon: Den Weg können Sie selbstverständlich gestalten, wie es zu ihrer übrigen Gartenarchitektur passt. Mit niedrigen immergrünen Hecken etwa, wenn Sie einen parkähnlichen Garten pflegen, mit heimischen Büschen, wie vielleicht Holunder oder Vogelbeeren, die über den Weg lehnen, im naturnahen Garten, der Weg kann gebogen oder sogar kurvig sein, er kann ein Erlebnis sein, auf dessen Verlauf man nach und nach immer mehr vom Gartenpavillon, auf den er zuläuft zu sehen bekommt. Ein torförmiges Rankgitter mit einer Duftpflanze, wie etwa der Duftwicke, überwuchert, markiert den Übergang in den Bereich, der von dem Holzpavillon dominiert wird.
  • Hohe Bäume: Hohe Bäume wirken immer etwas ehrfurchtgebietend. Aber mit einem Holzpavillon vor großen Fichten, Tannen oder auch anderen großen Bäumen, wie Hochstammkirschen oder auch Laubbäumen, wie Ahorn, Linde, Buchen oder Hainbuchen bekommt man erst einen optischen Vergleich, der uns dann oft noch kleiner wirken lässt und die Majestät der Natur so richtig zur Geltung bringt.
  • Obstbäume: Ein Hintergrund von weißen Blüten im Frühjahr mit Kirschen beginnend, vielleicht auch etwas Rosa durch eine Zierpflaume, Äpfel, Birnen. Man wird vielleicht an Japan denken und versucht sein, den Garten ringsumher im Zen-Garten-Stil zu gestalten.
  • Terrassenhügel: Ein flacher Hügel bekommt optisch Stabilität, indem Sie die Steigung terrassenförmig gestalten. Das können Sie mit Erdarbeiten, mit Steinsäumen erreichen oder auch optisch durch ringförmige niedrige Hecken aus immergrünen Bodenbedeckern, wie etwa Teppich-, Kriech- oder Zwergmispeln oder niedrigwachsenden Myrthen.

Fazit: Die Einbindung eines Holzpavillons als gartenarchitektonisches Element hängt von der Gartengröße, der Nutzungsart und vor allem von Ihrem persönlichen Gartenstil ab. Wie auch immer Sie es anstellen: Der Holzpavillon wird Sie mit seiner ansprechenden Optik bei jeder Ausführung optimal unterstützen.

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