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    Die Tiny House Bewegung in Deutschland

    Die Tiny House Bewegung ist ein Trend, der auch in Deutschland immer aktueller wird. Immer mehr Produkte kommen auf den Markt, es gibt Berichte in der Presse, Studien, immer mehr wohnen auch in solchen Minihäusern auf teilweise weniger als 20qm und es entstehen sogar schon erste Tiny House-Siedlungen. Was steckt dahinter, wie kam es dazu und wie haben wir als traditioneller Hersteller kleiner, auch bewohnbarer Minihäuser aus Holz auf diesen wachsenden Trend reagiert?

    Tiny House – die Ursprünge

    Der tiefere Grund ist vermutlich eine Gegenbewegung zur immer wachsenden Versorgung der Menschen mit Gütern und Wohnraum in den westlichen Industrieländern. Während der Bauhaus-Architekturstil nicht den Raum, aber deutlich die architektonischen Spielereien, kleinräumigen Verzierungen und Stildiversitäten im selben Gebäude reduzierte, hat der Minimalismus dann die Zahl der Gegenstände reduziert, die ein Mensch besitzt und benutzt. Eine solche Reduktion als Gegenreaktion auf die Überflutung mit Konsumgütern hat auch immer die Tendenz: „Back to he roots“, also zurück zu den Wurzeln und so wird auch die Tiny House Bewegung jetzt sowohl durch wirtschaftliche Notwendigkeit von sozial schwächer aufgestellten Mitgliedern der Gesellschaften als auch von durchaus begüterten Menschen, als selbstgewählter Lebensstil mit geringem ökologischen Fußabdruck und Naturnähe, gespeist.

    Geschichtliche Entwicklung

    Wenn auch die Ursprünge der Tiny House Bewegung oft in die USA verlegt werden, wo eine Architektin mit einem Buch zu kleineren Häusern diese dort wirklich revolutionäre Entwicklung einleitete, gab es frühere Ursprünge zum Beispiel in Deutschland, wo die Fernsehfigur „Peter Lustig“ in der Kindersendung „Löwenzahn“ schon in den 1980er Jahren in einem Bauwagen residierte. Auch in Japan mit seinen extrem hohen Immobilienpreisen gab es schon frühere Vorläufer, wie zum Beispiel Hotels, die lediglich Schlafkabinen anbieten.

    In der Gegenwart ist das Stichwort „Tiny House“, „Tiny Haus“ oder auch „Containerhaus“ oder „Mobilhaus“ vielen Menschen bekannt geworden, was es möglich macht, sowohl Regulierungen in dem Bereich zu vereinheitlichen, als auch solche Tiny Häuser weiter zu entwickeln und vermarkten.

    Wie kann man in einem Tiny House leben?

    Wenn durchschnittliche Häuser meist Nutzflächen im Bereich von zwischen 80 und 150 qm bieten, wie kann man dann in solchen Tiny Häusern im Bereich von 10 bis 40 qm leben?

    Viele dieser Wohnlösungen sind in Campingwagen erprobt und für mobile Häuser ausprobiert worden. Raffinierte Klapp- oder Schiebemechanismen ermöglichen vielfältige Nutzungsarten derselben kleinen Fläche in verschiedenen Bereichen. Auch übereinander wird oft gebaut, so bieten sich in den kühleren Klimazonen natürlich Hochbetten an, wo im Winter die nach oben steigende, warme Luft Heizkosten sparen hilft. Die beengten Verhältnisse werden durch verschiedene Vorteile ausgeglichen, auf die wir weiter unten noch zu sprechen kommen werden.

    Tiny House – Ein Lebensstil mit Mobilität

    Die Mobilität hat sich bei vielen aktuellen Tiny House-Entwürfen gehalten. Der Bauwagen wurde bereits genannt, Campingwagen, Häuser die so konzipiert sind, dass sie straßentransporttaugliche Abmessungen haben und natürlich das Container Haus. Container sind ja für einen möglichen internationalen Transport über die Straßen vieler Länder entwickelt worden. Wenn Sie es also schaffen, ein Haus in einen Container zu packen, dann können Sie es jederzeit überall hin transportieren. Diese Mobilität, die Möglichkeit, naturnah zu wohnen, mancherorts auch auf Flächen, die für eine Bebauung gar nicht zugelassen sind, die Möglichkeit, im eigenen Haus den Wohnort zu wechseln zeigt die Wurzeln der Tiny House Bewegung im Camping- oder Wohnwagen und macht einen guten Teil der Attraktivität dieser wachsenden Bewegung aus.

    Tiny House – Ein Minihaus für Mini-Geldbeutel

    Für manche ein wichtiger Hauptgrund, für andere ein willkommener Nebeneffekt: Natürlich braucht ein kleines Haus nicht nur weniger Fläche, sondern vor allem weniger Baumaterial. Wenn auch die verbaute Technik oft hochwertig sein muss, damit das Leben auf kleinem Raum problemlos funktioniert, so sind Tiny Häuser doch immer deutlich preisgünstiger zu haben, als ihre voluminösen Vorgänger. Sicher kein Zufall, dass der Trend zum Tiny House in den USA nach der Finanzkrise 2007 deutlich zugelegt hat. Aber auch in Europa gibt es immer mehr Menschen, die keine Lust haben, sich für ein eigenes Haus für Jahrzehnte zu verschulden und stattdessen mit einem Tinyhouse eine bescheidenere, aber auch nachhaltigere und ökologischere, preisgünstige Alternative bevorzugen. „Klein aber mein“ ist ein alter deutscher Spruch, der stolzen Besitzern eines solchen Tiny Houses wohl über die Lippen kommt, die es geschafft haben, vielleicht schon in jungen Jahren ein eigenes Minihaus zu besitzen.

    Für wen ist ein Tiny House eine gute Wahl?

    Die Antwort muss natürlich immer individuell sein. Sie werden im Bereich mittelgroße– und große Gartenhäuser, als auch bei „Blockbohlenhäuser“ bei uns bewohnbare, preisgünstige Häuser aus Vollholz in jeder Größe  im soliden Blockbohlenbau finden, die vielleicht genau Ihre Situation treffen. Eine neue Möglichkeit bietet die Kategorie „Tiny House“, wo Sie jetzt Containerhäuser finden, die logistisch teilweise schon eingerichtet sind und nur noch angeschlossen werden müssen. In der Zukunft werden wir dort auch Modulhäuser anbieten. Wenn die Mobilität Ihres Hauses wichtig für Sie ist, dann ist vermutlich ein Containerhaus ideal. Auch bewohnbare Gartenhäuser oder Blockbohlenhäuser sind mobil, sie müssen dann allerdings zum Transport in umgekehrter Reihenfolge des Aufbaus wieder abgebaut werden und in Einzelteilen transportiert. Ein Aufwand der für ein Containerhaus nicht nötig ist.

    Kleines Haus auf kleinem Grundstück

    Ein kleines Grundstück, es muss bei transportablen Häusern, wie einem Containerhaus, nicht einmal ein Baugrundstück sein, reicht schon für ein Tiny House. Ja sogar Campingplätze sind als Standorte, durchaus für viele Jahre möglich und bieten oft genau die „Zurück zur Natur-Erfahrung“, die Rückkehr zum einfachen und naturnahen Leben, die viele sich wünschen. Autarke Lösungen, wie Solarstrom, Regenwassernutzung oder Abwasserklärung in hauseigenen Minikläranlagen oder Klärteichen ist bei Tiny Häusern möglich.

    Vielfache Nutzungsmöglichkeiten

    Ein Tiny House oder auch „Tiny Haus“, wie es oft eingedeutscht genannt wird, kann, muss aber nicht als Hauptwohnsitz genutzt werden. Natürlich kann es genauso gut als Ferienhaus, Wochenendhaus, als Arbeitszimmer, Firmensitz, Büroraum, Werkstatt, Freizeitraum, Gästewohnung und vieles mehr genutzt werden, wie schon viele unserer bewohnbaren Gartenhäuser. Der Vorteil beim Containerhaus liegt einfach darin, dass es schon fertig aufgebaut und teilweise ausgebaut ist und nur noch am Standort aufgestellt und angeschlossen werden muss. Ein kleiner Nachteil gegenüber den in vorgefertigten Einzelteilen angelieferten Blockhäusern und Gartenhäusern liegt darin, dass der Zufahrtsweg durch schwere LKW mit Kran befahrbar sein muss.