Welche Holzart eignet sich für ein Blockhaus?
14.08.2025
Einer der wichtigsten Schritte ist die Wahl des richtigen Holzes für Ihr Blockhaus. Wie zu erwarten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die gute Nachricht ist, dass die Materialwahl gar nicht so schwer ist, da die meisten Blockhäuser in Deutschland entweder aus Kiefer oder Fichte hergestellt werden.
Natürlich können auch andere Holzarten verwendet werden. Aber Eiche oder Zeder sind deutlich teurer und werden in der Regel für maßgeschneiderte Gartenhäuser oder Premium-Modelle verwendet.
Neben Fichte und Kiefer stehen noch weitere Weichhölzer zur Verfügung, wie zum Beispiel Tanne. Diese werden jedoch nur selten verwendet, da sie Nachteile in Konstruktion, Preis oder Verfügbarkeit mit sich bringen.
Holzarten für den Bau von Blockhäusern
Nachdem wir nun die wichtigsten Aspekte bei der Materialwahl für Ihr Blockhaus geklärt haben, wollen wir uns nun mit den verfügbaren Holzarten befassen. Die meisten Blockhäuser in Deutschland sind heute Fertighäuser, was sowohl Vorteile als auch Überlegungen hinsichtlich der Holzauswahl mit sich bringt. Fertighäuser bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine konsistente Qualitätskontrolle und schnellere Montagezeiten im Vergleich zu individuell angefertigten Alternativen.
Viele Käufer entscheiden sich für Fertighäuser, die in der Regel aus vorgegebenen Holzarten, meist Fichte oder Kiefer, hergestellt sind, da diese nach wie vor die praktischsten und kostengünstigsten Optionen für die Massenproduktion sind. Wenn Sie jedoch die Eigenschaften der einzelnen Holzarten kennen, können Sie fundierte Entscheidungen darüber treffen, was Ihren Bedürfnissen, Ihrem Budget und Ihren ästhetischen Vorlieben am besten entspricht. Egal, ob Sie ein Standard-Fertighaus oder eine maßgeschneiderte Variante in Betracht ziehen, die Holzwahl beeinflusst die Langlebigkeit, die Instandhaltung und die allgemeine Erscheinung Ihres Blockhauses maßgeblich.

Importiertes oder einheimisches Holz?
Das meiste Holz für den Blockhausbau wird aus Nordeuropa importiert. In Deutschland werden im Schnitt nur 30% aller Holzprodukte aus Holz hergestellt, das in Deutschland gewachsen ist[1]. Auch wenn die Verfügbarkeit in Deutschland als stabil bezeichnet werden kann, wird ein Großteil des Bestands exportiert, um sich die wirtschaftlichen Vorteile zu sichern.
Anbieter, wie Hansagarten24, die auf Qualität Wert legen, bevorzugen die Beschaffung von hochwertigem, langsam gewachsenen Fichtenholz aus nachhaltigem Anbau, da dieses mehr Stabilität als Holz aus südlichen Ländern bietet. Außerdem wird das hochwertige Holz durch spezielle Trocknungsverfahren optimiert, um die strukturelle Integrität zu verbessern, Schwinden und Verziehen zu reduzieren und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Verfall und Schädlinge zu schaffen.
| Holzart | Eigenschaften |
| Fichte | Weichholz. Fichte ist ein Weißholz, das für seine Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis und Insektenbefall bekannt ist. Es ist aufgrund seiner Haltbarkeit, seines geringen Gewichts und seiner guten Isoliereigenschaften beliebt. |
| Kiefer | Weichholz. Dieses Redwood ist weit verbreitet, erschwinglich und leicht zu verarbeiten. Kiefernholz bietet eine gute strukturelle Festigkeit für Gartenhausrahmen und ist gleichzeitig leicht und kostengünstig für den Saisonbau. |
| Zeder | Dieses aromatische Holz ist von Natur aus feuchtigkeits- und fäulnisbeständig, verwittert wunderbar und erfordert nur minimale Pflege, sodass es sich ideal für die Außenfassade von Sommerhäusern und Wohnbereiche im Freien eignet. |
| Eiche | Hartholz. Eiche ist extrem langlebig und witterungsbeständig und sorgt für eine dauerhafte strukturelle Integrität von Gartenhäusern. Dank ihrer natürlichen Feuchtigkeitsbeständigkeit eignet sie sich für Fundamente, Balken und Außenanwendungen. |
| Tanne und andere Nadelhölzer | Weichholz. Diese Hölzer bieten eine zuverlässige strukturelle Leistung für den Bau von Gartenhäusern zu einem günstigen Preis und verfügen über gute Isoliereigenschaften für saisonalen Komfort. |
Zeder
Der Großteil des in Deutschland verwendeten Zedernholzes wird aus Kanada importiert. Wie zu erwarten, ist die Verarbeitung von Zedernholz durch den Transport deutlich teurer. Wenn Ihr Budget es jedoch zulässt, ist Zedernholz eine attraktive Wahl, wenn Sie Wert auf eine glatte Oberfläche ohne Astlöcher legen. Es kommt ganz auf Ihre persönlichen Vorlieben an. Manche bevorzugen eine natürliche oder rustikale Optik, während andere sich für ein minimalistisches oder modernes Aussehen mit einer gleichmäßigen Oberfläche begeistern.
Eine weitere Möglichkeit, eine gleichmäßige Oberfläche ohne teures Zedernholz zu erzielen, ist beispielsweise die Verwendung von Brettschichtholz (BSH). Hansagarten24 bietet Blockhäuser aus langlebigem, hochwertigem Brettschichtholz aus nordischer Fichte an. Brettschichtholz, oder auch Leimholz genannt, eignet sich dank seiner überlegenen Festigkeit, die dreimal so hoch ist wie Stahl, seiner Ästhetik, Wärmedämmung und Verzugsfestigkeit für große Blockhäuser.
Eiche
Wenn wir an Eiche denken, denken die meisten von uns sofort an Eigenschaften wie Langlebigkeit, satte Farben und natürlich den damit verbundenen hohen Preis. Eiche ist das einzige Hartholz auf dieser Liste und damit die naheliegende Wahl für ein stabiles und robustes Gebäude, wenn Sie nicht durch ein begrenztes Budget eingeschränkt sind. Eiche ist bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis, Insekten und Schädlinge sowie Witterungseinflüsse. Im Gegensatz zu Weichhölzern erfordert Hartholz weniger Pflege, was die Instandhaltung deutlich vereinfacht.
Weichhölzer müssen regelmäßig behandelt werden, doch moderne Schutzlösungen ermöglichen eine Verlängerung dieser Zeit auf viele Jahre im Vergleich zu nur wenigen Jahren, was früher üblich war.
Tanne (und andere weniger verwendete Nadelhölzer)
Tannenholz macht nur einen kleinen Anteil der in Deutschland gebauten Blockhütten aus. Das liegt daran, dass Douglasie in Deutschland zwar weit verbreitet ist, jedoch nur 2 % des Waldbestandes ausmacht. Dadurch ist der Preis im Vergleich zu Kiefer und Fichte höher. Zudem wird Tannenholz von Fichte in Bezug auf die Dämmung übertroffen, die außerdem leichter ist und eine gleichmäßigere Maserung aufweist, was viele Menschen bevorzugen.
Kiefer
Dieses Redwood wird aufgrund seiner Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit häufig verwendet. Kiefer lässt sich leicht verarbeiten und bietet zudem eine gute Dämmung. Es muss jedoch beachtet werden, dass alle Weichhölzer eine entsprechende Behandlung benötigen, um Verziehen und Verrottung zu verhindern. In vielen Ländern wird Kiefer oft mit Fichte gemischt, um Kosten zu sparen. In Deutschland ist diese Praxis aufgrund potenzieller Langzeitprobleme, auf die wir gleich eingehen werden, jedoch weniger verbreitet.
Fichte
Fichte ist für die meisten die beste Wahl, wenn es darum geht, das perfekte Holz für das Blockhaus zu finden. Auch wenn Kiefer als günstigere Option verlockend erscheint, gleicht Fichte den Preisunterschied deutlich aus. Wir werden uns die Vorteile gleich genauer ansehen.
Doch es handelt sich nicht um irgendeine Fichte, sondern um nordische Fichte. Diese Holzart unterscheidet sich von südlichen Hölzern unter anderem durch ihre Wachstumsbedingungen. In der Kälte wachsen Bäume langsamer, wodurch das Holz dichter wird und eine feine, gleichmäßige Struktur mit gerader Maserung aufweist. Warum sollte Holz dichter sein? Es gibt mehrere Vorteile:
- Höhere Haltbarkeit und Festigkeit
- Erhöhte Fäulnisbeständigkeit
- Leichtere Verarbeitung (weniger Spalten und Verziehen, kleinere Äste)
- Geringeres Schwinden

Fichte vs. Kiefer
Vergleicht man Fichte und Kiefer, kann nordische Fichte mit zahlreichen Vorteilen überzeugen:
- Äste sind kleiner und nicht locker. Bei Kiefernholz können Äste leicht herausfallen. Viele bevorzugen auch insgesamt kleine Äste, da sie nicht so stark auffallen.
- Kein Harzaustritt. Kiefernholz verliert oft jahrelang Harz aus Astlöchern, das sogar durch Farbe dringt und mühsam zu reparieren ist. Bei Fichte tritt dieses Problem nicht auf.
- Gleichmäßige Witterungsbeständigkeit.
- Helle, cremige Holzfarbe, die länger erhalten bleibt als bei Kiefernholz. Kiefernholz hat mehr Gelbtöne, die nachdunkeln und in rötlich-braune Töne übergehen.
- Höhere Qualität: Bei Kiefernholz erhält man oft minderwertiges Holz.
- Weniger Risse. Kiefernholz neigt aufgrund seiner Holzbeschaffenheit eher zur Bildung großer Risse.
| Fichte | Kiefer | |
| Kosten | Hochwertige nordische Fichte ist in der Regel teurer als minderwertiges Kiefernholz, das einige Anbieter für ihre Produkte verwenden. | Minderwertiges Kiefernholz wird oft für Gartenschuppen/ Blockhütten verwendet und ist günstiger als Fichte. |
| Färbung | Weißholz – hellere, cremige Holzfarbe. Verwittert langsamer und gleichmäßiger. Nimmt silberne und graue Töne an. | Redwood – gelbe Farbtöne. Verwittert schneller und ungleichmäßiger. Nimmt rötliche und braune Töne an. |
| Äste | Kleiner. | Größere Äste können ausfallen und Löcher im Holz hinterlassen. |
| Harzgehalt | Nicht harzig – minimale Probleme beim Ausbluten oder Fleckenbildung | Sehr harzig – kann durch Farbe durchschlagen und Flecken bilden |
| Feuchtigkeitsbeständigkeit | Gute natürliche Beständigkeit gegen Feuchtigkeitsaufnahme und Verfall | Mäßige Beständigkeit – höherer Wassergehalt macht es anfälliger für Feuchtigkeitsprobleme |
| Risse und Verziehen | Weniger anfällig für Risse und Verziehen dank gleichmäßigem Feuchtigkeitsgehalt. | Aufgrund des höheren Wassergehalts ist es anfälliger für Risse und Verziehen. |
| Instandhaltung | Wenig bis mäßig – Behandlung alle 3-5 Jahre. Nimmt Pflegemittel gut auf und schafft ein gleichmäßiges Ergebnis. | Mäßig bis hoch – Behandlung alle 2-3 Jahre. Harzaustritt kann das Ergebnis beeinflussen. |
| Langlebigkeit | 15-25 Jahre bei sachgemäßer Pflege. Natürliche Beständigkeit gegen Verfall und Schädlinge. | 10-20 Jahre, abhängig von Sorte und Behandlung. Erfordert häufigere Pflege. |
Fichte und Kiefer im Blockhausbau mischen
Obwohl es in Europa nicht üblich ist, werden in einigen Ländern manchmal Fichte und Kiefer als Mischholz verwendet. Wer bisher aufmerksam mitgelesen hat, versteht schnell, warum das keine gute Idee ist. Die beiden Hölzer verhalten sich unterschiedlich, insbesondere aufgrund des unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalts. Im Bauwesen ist das jedoch keine gute Idee, da Holz ein lebendiger Werkstoff ist. Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes ändert sich im Laufe des Jahres je nach Witterung.
Aufgrund der unterschiedlichen Holzarten schwinden und quellen die Hölzer unterschiedlich schnell. Dies kann zu Problemen in der Konstruktion führen. Wir empfehlen daher, niemals Mischhölzer zu verwenden und stattdessen bewährten Traditionen zu folgen. In nordeuropäischen Ländern, wo der Bau von Blockhäusern aus Fichte und Kiefer seit langem eine Tradition ist, werden diese Hölzer grundsätzlich nicht gemischt.
Fazit
Die Wahl des richtigen Holzes für Ihr Blockhaus kann überwältigend sein, muss es jedoch nicht. Obwohl es verschiedene Holzarten gibt, hängt die Entscheidung oft von Ihrem Budget, Ihren ästhetischen Vorlieben und der langfristigen Pflege ab.
Für die meisten Kunden in Deutschland ist die nordische Fichte der klare Gewinner. Sie bietet überlegene Haltbarkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Fäulnis und eine hervorragende strukturelle Leistung, die den etwas höheren Preis im Vergleich zu Kiefer rechtfertigt. Ihre gleichbleibende Qualität, kleinere Äste und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Harzaustritt machen sie besonders gut für das deutsche Klima und die Wetterbedingungen geeignet.
Kiefer ist nach wie vor eine praktische und budgetfreundliche Option, insbesondere für diejenigen, die gerade erst mit dem Bau eines Blockhauses beginnen, erfordert jedoch im Laufe der Zeit eine sorgfältige Pflege und Behandlung. Zeder und Eiche sind zwar schöne Premium-Optionen, bleiben aber in der Regel denjenigen mit größerem Budget vorbehalten, die Wert auf luxuriöse Oberflächen legen.
Vermeiden Sie Mischholzkonstruktionen. Bleiben Sie beim gesamten Bau bei einer einzigen Holzart, um spätere strukturelle Probleme zu vermeiden. Egal, ob Sie sich für ein Fertighaus entscheiden oder einen maßgeschneiderten Bau in Auftrag geben, die Investition in hochwertiges, langsam getrocknetes Holz von renommierten Lieferanten zahlt sich hinsichtlich der Langlebigkeit und der Qualität Ihres Blockhauses aus.
Ihr Blockhaus ist eine Investition, die Ihnen jahrelang Freude bereiten soll. Wählen Sie daher Ihr Holz mit Bedacht. Im Zweifelsfall bietet nordische Fichte das beste Verhältnis aus Qualität, Haltbarkeit und Wert für die meisten Blockhausprojekte in Deutschland.
[1] Holzmarkt weltweit – HOLZ VON HIER
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