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Fünf Irrtümer über Holzhäuser

Gartenhäuser von Hansagarten24

Nachdem das mittelalterliche Deutschland vorwiegend von Fachwerkhäusern und anderen Holzbauten geprägt war, wurden mit der Massenproduktion von Stahl, Ziegeln und schließlich Beton während der Industrialisierung Steinhäuser immer erschwinglicher und beliebter. Dies zeigt auch das Kinderlied „Wer will fleißige Handwerker seh’n“ aus dem 19. Jahrhundert, in dem es in der zweiten Strophe heißt: „Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein“.

Die Vorliebe für Stein verstärkte sich in der Nachkriegszeit. Angesichts des Materialmangels und der großen Wohnungsnot musste schnell und billig gebaut werden, was zu einer Vernachlässigung der Anforderungen an den Holzbau führte. Die Folgen waren unter anderem eine erhöhte Brandgefahr und Feuchtigkeitsprobleme, die zu Schimmel und Fäulnis und damit zu einer kurzen Lebensdauer der Holzhäuser führten.

Heute werden Holzhäuser jedoch nicht mehr behelfsmäßig aus Kriegstrümmern errichtet, und dank moderner Technologien können sie in Bezug auf Sicherheit, Dämmung und Wirtschaftlichkeit mit Massivhäusern mindestens mithalten. Dennoch halten sich die folgenden sechs Irrtümer bis heute hartnäckig.

1. Holzhäuser bedeuten eine erhöhte Brandgefahr

Dieser Irrtum stammt noch aus dem Mittelalter. Damals wurden in den Städten die Häuser unkontrolliert und dicht aneinander gebaut, sodass Brände schnell von einem Haus auf das andere übergreifen und ganze Stadtviertel verwüsten konnten. Brände waren auch deshalb wahrscheinlicher, weil viele Feuer zum Heizen und Kochen verwendet haben. Steinhäuser konnten zwar nicht die Brandursache, wohl aber das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude verhindern.

Heute gibt es nicht nur strenge Bauvorschriften, sondern auch andere Brandursachen. Brände entstehen heute hauptsächlich durch fahrlässigen Umgang mit Feuer (etwa echte Kerzen am Weihnachtsbaum oder Kerzen in der Nähe von Vorhängen und Polstermöbeln) oder durch Kabelbrände. Kommt es zu einem Brand, brennt zuerst die Einrichtung und es entstehen Rauch und giftige Brandgase. Deshalb installiert man heute in jeder Wohnung Rauchmelder.

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Erst später greift das Feuer auf die Bausubstanz über. 36 Prozent aller Wohnungsbrände lassen sich auf einen Zimmerbrand beschränken, danach ist die Sanierung von Holzbauten ebenso kostspielig wie die von Massivhäusern. Wenn aber das ganze Haus brennt, ist es für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner besonders wichtig, dass sie möglichst lange Zeit haben, das Haus zu verlassen, ohne von herabfallenden Trümmern getroffen zu werden. Holz hat hierbei den Vorteil, dass es dem Feuer deutlich später nachgibt.

Das klingt zunächst unlogisch. Würde man ein Holzscheit und einen Ziegelstein in ein Lagerfeuer werfen, bliebe vom Holzscheit schließlich nur ein Häufchen Asche übrig, während der Ziegelstein keinen Schaden nehmen würde. Bei einem Massivhaus werden jedoch nicht nur Ziegel, sondern viele andere tragende und verbindende Elemente verbaut.

Holz bildet beim Verbrennen an seiner Außenseite eine Schutzschicht aus Kohle, die das Innere schützt, denn die Wärmeleitfähigkeit von Kohle ist geringer als die von Holz. Deshalb brennen dicke Holzscheite in einem Kamin oder Lagerfeuer nur langsam durch. Das Feuer frisst sich gleichmäßig durch das Holz und es kann bis zu einer Stunde dauern, bis die tragenden Holzteile nachgeben und das Haus einstürzt.

Anders verhält es sich bei einer Stahlbetondecke. Stahl dehnt sich bei Hitze schneller aus als Beton, was zu Rissen und Brüchen führt. Zudem verbiegen sich Stahlträger nach kurzer Zeit und gefährden die Stabilität der darüber liegenden Geschosse und des Dachs.

Besonders eindrucksvoll demonstriert dies der lettische Holzhaushersteller Pavasars Modular Housing, der einen Brandtest an zwei Modellhäusern durchgeführt hat: eines aus Holz und eines in Massivbauweise. Das Video (auf Lettisch mit englischen Untertiteln) zeigt, wie unterschiedlich das Brandverhalten der Häuser ist.

2. Holzhäuser sind anfällig gegenüber Schimmel und Schädlingen

Neben dem Feuer sind der Holzwurm und der Schimmelpilz die gefürchtetsten Feinde des Holzhauses. In der Tat bietet feuchtes Holz einen idealen Nährboden für die Ausbreitung von Schimmelpilzen und Schädlingen. Jahrhundertealte Holzbauten – unter anderem in der Schweiz und in Skandinavien – beweisen jedoch, dass es bewährte Holzschutzmethoden gibt. Hinzu kommen moderne Holzverarbeitungsverfahren, sodass Schimmel und Schädlinge in modernen Holzhäusern keine Rolle mehr spielen.

Der Feuchteschutz beginnt bei unseren Blockhäusern bereits in der Produktionshalle, wo wir das Holz vor der Verarbeitung durch technische Trocknungsverfahren gründlich trocknen. Anschließend verpacken wir die Bauteile in wetterfeste Folie und liefern sie zu Ihnen nach Hause. Sofern Sie Ihr Blockbohlenhaus an einem regenfreien Tag aufbauen, sind Dämmstoffe und Holzbauteile so wirksam vor witterungsbedingter Feuchtigkeit geschützt.

Zum Schutz des Holzes gehören auch ein dichtes Dach, ein ausreichender Dachüberstand und ein Abstand zwischen Erdreich und Holzhaus, den das Fundament gewährleistet. Entscheidend ist auch eine diffusionsoffene Bauweise, damit sich Feuchtigkeit nicht im Holzhaus sammelt, sondern entweichen kann. Dies geschieht durch die natürliche Fähigkeit des Holzes, Feuchtigkeit aufzunehmen und an die Umgebung abzugeben.

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Anstiche können die Atmungsfähigkeit des Holzes beeinträchtigen, da diese eine wasserundurchlässige Barriere bilden. Besser geeignet sind Holzöle und Imprägnierungen, die das Holz von innen schützen und ebenfalls in verschiedenen (allerdings weniger intensiven) Farben erhältlich sind. In unserem Online-Shop können Sie geeignete Öle und Imprägnierungen sowie Wachsprodukte für Innenflächen Ihrer Bestellung hinzufügen.

3. Holzhäuser erfordern regelmäßige Holzpflege

Pflege und Wartung sind sowohl bei Massiv- als auch bei Holzhäusern unerlässlich. Viele Menschen haben jedoch den Eindruck, dass bei Holzhäusern zu den üblichen Wartungsarbeiten noch eine aufwendige Holzpflege hinzukommt. Es ist jedoch nicht richtig, dass man ein Holzhaus jedes Jahr abschleifen und komplett neu streichen muss.

Eine derart aufwendige Holzpflege kommt allenfalls infrage, wenn das Holz mit einem Farblack geschützt wird. Der Farblack bildet eine wasserabweisende Schicht auf dem Holz, die es vor Witterungseinflüssen schützt. Das funktioniert aber nur, solange der Lack keine Risse bekommt. Wenn das passiert, ist das darunter liegende Holz ungeschützt, saugt sich mit Wasser voll, quillt auf und lässt den Lack weiter aufplatzen. Deshalb sollte man Lacke jährlich auf Schäden kontrollieren und diese gegebenenfalls ausgebessern.

Imprägnierungen hingegen dringen in das Holz ein und schützen es von innen. Wie lange sie zuverlässig schützen, hängt vom Standort ab. Während man den Anstrich auf der Wetterseite alle fünf Jahre erneuern sollte, kann eine wetterabgewandte Seite auch 20 Jahre ohne neuen Anstrich auskommen, wenn die Hauswand über ein Vordach für wirksamen Schutz vor Witterungseinflüssen verfügt. Wie beim Massivhaus ist es auch hier wichtig, die Fassade regelmäßig zu inspizieren, um Schäden möglichst frühzeitig zu erkennen.

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4. Für Holzhäuser werden Wälder abgeholzt

Während in vielen Teilen der Welt ganze Wälder für die Holzproduktion und die Landwirtschaft gerodet werden, wachsen die Wälder in der EU. Nach Angaben des Europäischen Parlaments hat die Waldfläche zwischen 1990 und 2010 um 11 Millionen Hektar zugenommen. Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Wälder ist die nachhaltige Forstwirtschaft. Hierbei werden dem Wald nur einzelne Bäume entnommen, um Platz für junge Bäume zu schaffen. Unser Holz stammt von langsam wachsenden nordischen Fichten. Sie zeichnen sich durch eine besonders dichte Holzstruktur aus und werden von uns aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa bezogen.

Statt dem Klima zu schaden, hilft nachhaltig erzeugtes Holz sogar, den Klimawandel zu bekämpfen. Während des Wachstums entziehen Bäume der Atmosphäre CO₂ und speichern es in ihrem Holz. Wird das Holz in Holzhäusern oder Möbeln verbaut, bleibt das CO₂ gebunden, während im Wald neue Bäume wachsen und weiteres CO₂ speichern können. Je mehr Holzhäuser wir bauen und je länger wir sie erhalten können, desto mehr CO₂ speichern wir in unseren Städten und Gemeinden.

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5. Holzhäuser sind teuer

Bei Gartenhäusern locken viele Hersteller mit günstigen Produkten aus Kunststoff und Holz-Kunststoff-Verbundstoffen. Auch das Massivhaus erweckt immer noch den Eindruck, günstiger zu sein als Holzhäuser vergleichbarer Größe. Tatsächlich gleichen sich die Baukosten derzeit an, da die Holzpreise seit ihrem Höchststand im Jahr 2021 sinken. Steigende Energiepreise verteuern gleichzeitig die Herstellung von Beton, Stahl und Ziegeln.

Neben den Materialkosten sind auch der Zeitaufwand und die Heizkosten entscheidend. Die Elemente für Holzhäuser werden in der Regel vorgefertigt und können vor Ort innerhalb weniger Tage zusammengesetzt werden. Massivhäuser hingegen müssen vor Ort montiert werden. Selbst Minustemperaturen machen dem Holzhausbau nichts aus, während der Massivhaus lange Trocknungszeiten beinhaltet. Diese Zeitersparnis bedeutet geringere Lohnkosten und einen schnelleren Einzug in das neue Haus.

Das gilt auch für unsere großen Blockhäuser mit zwei oder mehr Schlafzimmern. Wir liefern Ihnen den Bausatz für Ihr Blockhaus nach Hause, wo Sie es innerhalb weniger Tage selbst aufbauen oder von unserem professionellen Montageteam aufbauen lassen können. Sobald die Fenster und Türen eingesetzt sind und das Dach abgedichtet ist, kann das Haus bezogen werden, denn es müssen keine Wände verputzt oder tapeziert werden.

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Auch beim Heizen sparen Holzhäuser Kosten. Holz hat von Natur aus hervorragende Dämmeigenschaften, sodass eine zusätzliche Dämmung der Wände unserer Blockhäuser nicht erforderlich ist. Wir empfehlen lediglich eine Dämmung des Fußbodens und der Decke und bieten hierfür Isoliersets an, die Sie Ihrer Bestellung bei uns hinzufügen können.

Während bei Geräteschuppen und Garagen eine effektive Dämmung nur eine untergeordnete Rolle spielt, gibt es andere Gartenhäuser, die zumindest teilweise beheizt werden sollen. Dazu gehören Gartenbüros, Gästehäuser und Saunen. Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe imitieren zwar das Aussehen von Holz, haben aber nicht die gleichen Dämmeigenschaften. Sie erfordern daher den Einbau teurer Dämmstoffe oder verursachen hohe Heizkosten. Unsere Blockbohlenhäuser verfügen nicht nur über Wände aus echtem Holz, sondern auch über doppelt verglaste Fenster und Türen. Sie können dementsprechend im Winter auch mit einem mobilen Heizstrahler zum gemütlichen Rückzugsort im eigenen Garten werden.

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